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Derbyfrust im Herbstregen: Haching-Boss Schwabl.
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Derbyfrust im Herbstregen: Haching-Boss Schwabl.

Schwabl: Alles viel zu harmlos

Sturmflaute geht van Lent „auf die Eier“

  • Uli Kellner
    vonUli Kellner
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Fünf Punkte und sieben Tore weniger als 2019: Muss sich die Spielvereinigung nach unten orientieren?

Shutdown im Sportpark? Am Tag nach der Derbypleite gegen 1860 (0:2) und ersten unübersehbaren Krisensymptomen jagte eine interne Sitzung die nächste. Presseanfragen beantwortete Manni Schwabl zunächst nur schriftlich. Die drängendste Frage: Muss man sich bei der SpVgg Unterhaching auf Abstiegskampf einstellen? Dazu der Haching-Präsident: „Ich habe vor dem ersten Spiel schon gesagt, dass diese Saison aufgrund der Begleitumstände und der starken Mannschaften in dieser Liga brutal wird und wir aufpassen müssen, nicht ganz hinten rein zu rutschen.“

Fakt ist, dass sich Haching ungewohnt früh in der Saison eine Ergebnis-Auszeit leistet. Vor einem Jahr belegte die SpVgg nach sieben Runden Platz vier – punktgleich mit dem Tabellendritten Ingolstadt. 14 Punkte hatte das Team von Claus Schromm aus den ersten Spielen gesammelt und nur eine Niederlage hinnehmen müssen (0:3 gegen Halle). Bescheiden im Vergleich dazu die bisherige Bilanz des Nachfolgers Arie van Lent: Drei Siege, vier Niederlagen und erst sechs geschossene Tore. Vor einem Jahr waren es 13.

Wo Haching der Schuh drückt, liegt auf der Hand. Neben einem ausgeprägten Löwen-Komplex macht den Rotblauen zu schaffen, dass vorne keiner trifft, wenn Stephan Hain verletzt ist. Oder wie es der Ex-Stürmer van Lent ausdrückt: „Wir schenken dem Gegner Tore und haben selber im letzten Drittel keine klaren Entscheidungen gehabt. Wenn wir kein Tor schießen, können wir kein Spiel gewinnen. Das fehlt uns, das geht mir auch richtig auf die Eier – jeder kann das wissen.“ Explizit meinte er damit auch seine offensiven Spieler, „die ruhig mal darüber nachdenken können“.

Aber: Allzu hart wollte van Lent nicht mit seinen genug gestraften Derbyverlierern ins Gericht gehen. Auf die Frage, ob seinem Team der letzte für solche Duelle nötige Punch gefehlt habe, antwortete der Niederländer: „Das weiß ich nicht. Wenn man verliert, ist es immer einfach, auf eine Mannschaft draufzuhauen. Ich finde, dass wir es trotzdem ordentlich gemacht haben.“ Schwabl sieht es so: „Ich denke, an der Einstellung hat es diesmal nicht gefehlt. Wir sind leider vor dem Tor zu harmlos – das wird im Profifußball halt zu Recht bestraft.“

Am Samstag in Halle hofft nicht nur van Lent auf eine Trendwende. Der Ex-Stürmer empfiehlt nach der schmerzlichen Erfahrung vom Montag ein simples Rezept: „Da schießt der Mölders einfach mal Richtung Eckfahne, der Ball wird abgefälscht und landet bei uns im Tor. Das würde ich mir auch mal wünschen.“

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