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Mehrheitseigner des TSV 1860 München: Hasan Ismaik.

„Der Weg ist frei...“

Löwen-Boss verkündet Rückzug: Jetzt schreitet Investor Hasan Ismaik ein - macht spektakulären Vorschlag

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Michael Scharold schmeißt zum Saisonende als Geschäftsführer des TSV 1860 München hin. Investor Hasan Ismaik schlägt nun Robert Schäfer als Nachfolger bei den Löwen vor.

  • TSV 1860 München: Michael Scharold stellt seinen Job zum Sommer zur Verfügung.
  • Der Löwen-Boss war in der Vergangenheit bereits von Hasan Ismaik angezählt worden.
  • Der Investor der Sechzger bringt nun den Namen Robert Schäfer in die Debatte ein.

Update vom 12. Februar: In Giesing läuft einen Tag nach der Bekanntgabe des Rückzugs von Geschäftsführer Michael Scharold zum Saisonende die Suche nach einem Nachfolger. 

Der Investor des TSV 1860 München hat nun seinen Respekt für die Entscheidung bekundet - aber die Art und Weise der Kommunikation kritisiert.

TSV 1860 München: Hasan Ismaik will Robert Schäfer als neuen, alten Boss

„Wir wollten diese Informationen im Unternehmen behalten, um die gute Atmosphäre aufrechtzuerhalten und Michael Scharold die Möglichkeit zu geben, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um eine Lizenz zu erhalten“, erklärte Hasan Ismaik der AZ.

Bosse des TSV 1860 München: Geschäftsführer Michael Scharold (li.) und Oberlöwe Robert Reisinger.

Der jordanische Mehrheitseigner brachte ferner einen bekannten Namen in die Debatte um die Scharold-Nachfolge ein. 

„Ich hoffe, Robert Schäfer kommt wieder, denn er hat in den letzten Jahren in Dresden und Düsseldorf viel gelernt und Erfahrungen gesammelt“, meinteIsmaik: „Meiner Meinung nach ist der Weg für Schäfer frei, weil er die Löwen in seinem Herzen trägt.“

TSV 1860: Robert Schäfer verließ die Löwen 2013 wieder

Der 43-jährige Hesse war zwischen 2010 und 2013 bereits Geschäftsführer der Sechzger, bat dann aber um Beurlaubung, weil es offenbar mit dem damaligen Oberlöwen Gerhard Mayrhofer nicht mehr passte.

Markant: Zudem hatte Schäfer damals über eine mangelnde Investitionsbereitschaft des Mehrheitseigners geklagt, ergo, über angeblich zu wenig Unterstützung durchIsmaik.

Tribünengast im Grünwalder Stadion: Robert Schäfer (re.), Ex-Geschäftsführer des TSV 1860.Saison 2018 / 2019

„Wenn die Gesellschafter der Meinung sind, dass es keine weiteren Investitionen geben kann, solange ich im Amt bin, dann möchte ich nicht im Weg stehen“, sagte der Darmstädter damals, der zwischenzeitlich Boss von Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga war.

TSV 1860 München: e.V. und Hasan Ismaik müssen eine Lösung finden

Die beiden zerstrittenen Gesellschafter in Giesing müssen nun zusammen einen neuen Geschäftsführer Finanzen finden. 

Der e.V. hatte Scharold wie Vorgänger Markus Fauser per 50+1-Regel anIsmaik vorbei installiert. Schäfer war zuletzt beim 1:1 gegen Waldhof Mannheim Tribünengast im Grünwalder Stadion - kommt es nun zur spektakulären Rückkehr?

an der Grünwalder Straße! 

Erstmeldung vom 11. Februar: Die Entscheidung hat beim TSV 1860 München weitreichende Konsequenzen, kommt in Giesing aber nicht gänzlich überraschend: Geschäftsführer Michael Scharold beendet zum Sommer die Zusammenarbeit mit dem Drittligisten.

Michael Scharold: „Der TSV 1860 steht wirtschaftlich auf gesunderen Füßen“

Das teilten die Sechzger am Montagmittag auf ihrer Website mit. Demnach habe der 39-Jährige den beiden Gesellschaftern der KGaA diese Entscheidung bereits Ende 2019 mitgeteilt und nun um die Veröffentlichung seines Entschlusses gebeten.

„Die Entscheidung zum Ende der laufenden Saison aufzuhören, ist mir nicht leichtgefallen. Wir alle haben in den vergangenen beiden Jahren gemeinsam viel erreicht. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich konnten wir kontinuierlich eine deutliche Verbesserung und eine positive Entwicklung des Vereins in die Wege leiten“, wird Scharold in der offiziellen Mitteilung der Löwen zitiert: „Der TSV 1860 steht wirtschaftlich auf gesunderen Füßen, kehrte sportlich in die 3. Liga zurück, in der wir in dieser Saison eine immer bessere Rolle in der oberen Tabellenhälfte spielen.“

TSV 1860 München: Michael Scharold war von Hasan Ismaik angezählt worden

Just in dieser Gemengelage stehen die Sechzger also einmal mehr vor einer großen Baustelle. Die Mannschaft von Löwen-Trainer Michael Köllner ist in der3. Liga nach dem 1:1 gegen Waldhof Mannheim seit zehn Spielen ungeschlagen und hat sich in der Tabelle bis auf Platz sieben vorgearbeitet - auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen.

Scharolds Schritt kommt deshalb nicht ganz überraschend, weil der Geschäftsführer im Sommer öffentlich und drastisch von Mehrheitseigner Hasan Ismaik angezählt worden war. Schon damals wurde über einen möglichen Rückzug gemutmaßt.

Löwen: Hasan Ismaik erhob Vorwürfe gegen Michael Scharold

„In den Aufsichtsratssitzungen der letzten 12 Monate hatte Michael Scharold laut Auskunft der HAM-Vertreter bei seinen Etat-Präsentationen immer wieder unterschiedliche Zahlen vorgelegt. Sehr wohl wurde das von Saki Stimoniaris, Andrew Livingston und Yahya Ismaik immer wieder kritisiert. Zudem erklärte Scharold in einem Pressegespräch, dass er sich beim Etat für die Saison 2018/2019 verkalkuliert habe“, hatte der jordanische Geschäftsmann im Juni 2019 bei Facebook geschrieben: „Dass dies gravierende Auswirkungen auf die Zusammenstellung des Kaders für die neue Drittliga-Saison hat, ist selbsterklärend.“

Mit eben jenem Kader liefern die Sechzger nun aber in der Dritten Liga gute Leistungen ab, nachdem die Entwicklung der Mannschaft unter Köllner-Vorgänger und Ismaik-Liebling Daniel Bierofka stagniert hatte.Scharold hatte den Job im Januar 2018 von Interims-Geschäftsführer und Sanierer Markus Fauser übernommen.

TSV 1860 München: Michael Scharold verweist auf seine Familie

Sein Engagement bei Sechzig sei für ihn „eine große Ehre“ und eine „Herzensangelegenheit“, erklärte Scharold weiter: „Nicht zuletzt deswegen war die Zeit aber auch für mich und meine Familie extrem intensiv und kraftraubend. Nun bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass sowohl der Verein als auch ich neue Impulse benötigen. Bis zu meinem letzten Arbeitstag werde ich natürlich alles für diesen großartigen Verein geben, um mitzuhelfen, dessen Zukunft positiv zu gestalten.“

pm

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