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Florian Hinterberger lässt derzeit die Drähte glühen

Hinterberger: Das Transfer-Interview

München - Im großen Transfer-Interview mit tz-online nimmt 1860-Sportchef Florian Hinterberger ausführlich Stellung zum Thema Winter-Transfers. Arne Friedrich schließt er aus - andere Optionen nicht.

Sie haben ja schon erklärt, dass im Winter personell nachgebessert werden soll. Wie ist der Stand?

Hinterberger: Im Augenblick sondiere ich den Markt und die Möglichkeiten, sich im Winter zu verstärken. Auch wenn es noch einige Fragezeichen gibt, ist es realistisch, dass wir einen neuen Spieler in der Winterpause verpflichten.

Am liebsten einen Innenverteidiger, oder?

Hinterberger: Das ist eine Überlegung. Voraussetzung ist, dass ein solcher Innenverteidiger uns wirklich weiterhilft und finanzierbar ist.

Über welche Namen denken Sie nach?

Hinterberger: Mertesacker, Boateng, Badstuber, van Buyten (lacht). Nein, natürlich nicht.

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Die sind natürlich unrealistisch. Aber plötzlich wird sogar einer wie Arne Friedrich gehandelt.

Hinterberger: Mit solchen Hirngespinsten beschäftigen wir uns nicht.

Ablösefrei sollte der neue Mann idealerweise sein. In Skandinavien laufen viele Verträge diesen Dezember aus. Stimmt es, dass Sie daraufhin Ihren Fokus richten? Dort gibt es ja fähige Abwehrspieler, etwa einen Mann wie André Muri (30, Valerenga Oslo).

Hinterberger: Ich werde zu konkreten Namen natürlich nichts sagen. Wir haben eine Liste an Spielern, die für uns kurzfristig oder mittelfristig interessant sein könnten. Skandinavien ist sicherlich ein interessanter Markt, ganz klar. Aber es gibt auch woanders ablösefreie und attraktive Spieler.

Können Sie zu André Muri, der unter Fans diskutiert wird, etwas sagen? Kennen Sie den Spieler?

Hinterberger: Dazu sage ich genauso wenig wie zu anderen Spielern.

Auf die 1. und 2. Bundesliga haben Sie wahrscheinlich auch immer ein Auge, ob da unzufriedene Spieler dabei sind, die der Verein vielleicht ziehen lässt.

Hinterberger: Ja, klar.

Mario Eggimann (Hannover 96) hört man immer wieder, oder Dominic Maroh von Nürnberg.

Hinterberger: Auch über diese beiden Namen werde ich mich öffentlich nicht äußern.

Soll es ein erfahrener Mann sein?

Hinterberger: Er sollte uns weiterhelfen und in unser Profil passen.

Sind Sie gleichzeitig bemüht, den Kader zu verschlanken? Einen wie Eke Uzoma zu verkaufen, der keine Rolle mehr spielt?

Hinterberger: Sollte sich bei Eke Uzoma ein Wechsel anbahnen, würden wir dies sicherlich machen. Er steht ja ohnehin bereits im Kader der U23. Ansonsten werden wir unseren Kader nicht weiter verschlanken, weil dieser ohnehin nur rund 22 Spieler umfasst. Hinzu kommen unsere jungen Förderkaderspieler wie Hofstetter, Maier, Kotzke, die alle noch etwas Zeit brauchen.

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Antonio Rukavina steht also nicht wieder im Schaufenster.

Hinterberger: Rukavina und auch Rakic bleiben auf jeden Fall bis zum Ende dieser Saison.

Führen Sie derzeit Vertragsgespräche?

Hinterberger: Im Augenblick führe ich überhaupt keine Vertragsgespräche. Die Vertragsverlängerungen mit Lauth, Halfar, Bülow, Stahl, Schindler oder mit unseren Nachwuchsspielern wie Maier sind ja bereits über die Bühne gegangen. Darüber hinaus warten wir jetzt erst einmal ab. Mit Stefan Aigner werden wir erst ab der Winterpause über eine Verlängerung sprechen, was ja nicht zuletzt sein eigener Wunsch war.

Ein Spieler wie Dennis Malura ist sehr unzufrieden. Ist da eine Trennung geplant?

Hinterberger: Nein, das haben wir nicht vor. Unser Kader ist nicht sehr groß, im Prinzip brauchen wir alle. Dass es immer wieder unzufriedene Spieler gibt, gehört zum Profifußball dazu. Der Einstieg hat bei Dennis Malura nicht so geklappt, wie wir alle uns das vorgestellt haben. Er muss sich weiter jeden Tag über das Training anbieten und seine Leistung bringen.

Kommt Ihnen genug Druck aus der zweiten Reihe von den Ersatzspielern?

Hinterberger: Rakic hat es in Duisburg sehr gut gemacht, als er reinkam, und hat auch schon davor gute Ansätze gezeigt. Die Variante mit Sandro Kaiser auf der linken Seite hat in Duisburg ebenfalls sehr gut funktioniert. In der Defensive haben wir sowieso sehr häufig gewechselt. Also es konnte sich jeder in den vergangenen Wochen zeigen. Einige schieben sehr gut nach, bei anderen könnte es noch etwas mehr sein.

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