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Der Investor-Deal des TSV 1860 steht - jetzt wollen die Löwen die Unterschrift von Benny Lauth.

Ismaik unterschreibt, Lauth soll folgen

München - Die Tinte auf dem Vertrag mit Hasan Ismaik ist noch nicht ganz trocken, da basteln die Löwen auch schon am nächsten Vetragsabschluss: Benjamin Lauth soll es dem Jordanier gleichtun und unterschreiben.

Dieter Schneider sagt, die Einigung sei zwar spät abends, aber „noch am Montag“ erfolgt, auf jeden Fall „zu einer christlichen Zeit“. Das ist eine hübsche Formulierung für einen Vertragsabschlusss mit einem Partner aus Jordanien.

Aber der Präsident des TSV 1860 hat auch gut reden an diesem Dienstag, an dem die Rettung des Vereins nahezu abgeschlossen zu sein scheint. Hinter ihm liegen Verhandlungen, die zwar hochkompliziert waren, aber auf der Schlussetappe auch sehr harmonisch verliefen. „Jeder war von dem Gedanken beseelt: Eigentlich haben wir es ja.“ Es sieht tatsächlich alles danach aus, als sei der erste Einstieg eines ausländischen Großinvestors im deutschen Profifußball perfekt. Was nun noch folgt, sind Petitessen, verglichen mit den Vorarbeiten. Dienstag Vormittag überwies Hasan Ismaik 18 Millionen Euro an die Deutsche Fußball Liga, wo sie vorläufig deponiert sind. Erteilt der Lizenzierungsausschuss bis Montag den Löwen seinen Segen, geht das Geld unverzüglich an die KGaA, andernfalls wird es zurücküberwiesen. Die Sechziger arbeiteten derweil am Dienstag die Vereinbarungen mit Ismaik in ihre Lizenzunterlagen ein, um allen DFL-Kriterien gerecht zu werden. „Eigentlich eine Formalie“ für Schneider, der davon ausgeht, „dass alles Hand und Fuß hat“.

In dem Moment, wo die Liga die Lizenz erteilt, beginnt die Arbeit erst richtig. Neben den Verträgen mit den avisierten Neuzugängen Dennis Malura und Arne Feick, bei denen nur noch die Unterschrift fehlt, steht auch Benjamin Lauth auf der Agenda ganz weit oben. „Beim Abschlussessen haben wir uns in die Hand versprochen, dass wir uns schnell ernsthaft zusammensetzen“, berichtet Schneider. Er will in Lauths Verhalten nicht zu viel hineininterpretieren, aber offensichtlich schätzt er die Chancen der Löwen, ihren besten Stürmer zu halten, nicht so schlecht ein: „Wir zwei haben uns sehr tief in die Augen geschaut.“

Etwas länger dürfte es dauern, bis die Verhandlungen zwischen Ismaik und der IMG über die künftige Vermarktung der Löwen abgeschlossen sind. Bis Ende Juni soll eine Einigung erzielt sein. Der Präsident legt Wert darauf, auch in dieser Frage die DFL über jeden Schritt zu unterrichten. Es ist auffällig, wie demonstrativ er die enge Kommunikation mit der Liga anstrebt. In der Führungsetage ist man sich einig, aus Frankfurt in den letzten Wochen einen enormen Vertrauenskredit erhalten zu haben. „Die DFL hat sich sehr, sehr, sehr bemüht“, sagt Schneider und schließt daraus: „Wir haben eine sehr hohe moralische Verpflichtung.“

Marc Beyer

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