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Saki Stimoniaris muss sich an seinen Worten messen lassen.

Darlehen gestundet - Budgeterhöhung nächste Woche?

„Ja, aber“-Situation bei den 1860: Jetzt muss Ismaik-Sprecher Stimoniaris liefern!

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Folgen auf Worte nun Taten? Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris muss sich so langsam an seiner vor etwa einer Woche veröffentlichten Erklärung messen lassen.

München - Da hatte sich Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris weit aus dem Fenster gelehnt. „Wir haben uns (…) dazu entschlossen, die Wünsche von Daniel Bierofka und Günther Gorenzel zu 100 Prozent zu erfüllen“, hieß es in seiner am 8. Mai verschickten Pressemitteilung. „Wir stellen ein zusätzliches Budget zur Verfügung, damit einerseits die Verträge des Trainerteams verlängert werden können, andererseits aber auch die Mannschaft die notwendigen zusätzlichen Verstärkungen bekommt (…).“ Passiert ist: nichts.

Zumindest in Sachen Budgeterhöhung kamen die Löwen am Mittwochabend bei der Sitzung des KGaA-Aufsichtsrates keinen Schritt voran. Am Ende der Veranstaltung in der Münchner MAN-Zentrale wurde der zentrale Punkt ein weiteres Mal vertagt. „Zeitnah“, so hieß es in der dürren Pressemitteilung, würden nun „weitere vertrauensvolle Gespräche zwischen den Gesellschaftern“ stattfinden, die den sportlichen Erfolg sichern sollen. Ob Stimoniaris von Investor Ismaik zurückgepfiffen wurde oder von einem Planungsfehler gestoppt wurde, darüber herrscht seit gestern beredtes Schweigen.

Haben die Gesellschaftler nichts gelernt?

Leidtragender ist Trainer Daniel Bierofka, der zusammen mit Sportchef Günther Gorenzel seit Wochen auf ein Signal hofft, in welchem Umfang der Kader verstärkt werden kann. Nach bestätigten tz-Informationen kreisen mehrere namhafte Spieler (u.a. Stefan Lex, Stephan Fürstner, Manuel Schäffler) in der Warteschleife über Giesing. Die Gefahr ist groß, dass die neuerliche Verzögerung den einen oder anderen noch vor der Relegation zur Absage veranlassen wird. Aus den Fehlern der Vergangenheit, die Saisonplanung regelmäßig in den Frühsommer zu verschleppen, scheint der Hauptgesellschafter nichts gelernt zu haben. Gorenzel wollte sich zum Thema Budget gestern auf Nachfrage nicht äußern. Auch die U21 hängt weiter in der Luft.

Immerhin erfüllte Ismaik die von Stimoniaris angekündigte Stundung der Darlehen, um eine positive Fortführungsprognose der 1860-Fußballfirma für die nächsten zwei Jahre zu gewährleisten. Insgesamt beläuft sich der bedingungslos gestundete Betrag auf 17 Millionen Euro, vom e.V. wurden Forderungen an die KGaA in Höhe von 660.000 Euro gestundet.

Klassische „Ja, aber“-Situation

Als weiterer Fortschritt auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft ist die Verabschiedung der Corporate Governance (Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen) zu werten. Dazu könne nun die Sicherung der Gemeinnützigkeit in die Wege geleitet werden, erklärte Präsident Robert Reisinger, der als KGaA-Aufsichtsrat an der Sitzung teilgenommen hatte.

Eine klassische „Ja, aber“-Situation also, in der sich die Löwen vor den richtungsweisenden Aufstiegsspielen gegen den 1. FC Saarbrücken befinden. Die schnelle Klarheit, die Stimoniaris in seiner übereilten Mitteilung in Aussicht stellte, hat sich als heiße Luft erwiesen. Nächste Woche muss geliefert werden, um die Totalblamage noch abzuwenden.

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