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Klamme Löwen schießen zurück

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Nach den Vorwürfen des FC Bayern schießt 1860-Geschäftführer Manfred Stoffers jetzt zurück. © sampics

München - Nach den Vorwürfen von Bayern-Manager Uli Hoeneß („1860 klaut uns Geld“) schießt jetzt der Geschäftsführer der Löwen, Manfred Stoffers, im Rechtsstreit um die Allianz Arena zurück.

 „Wir werden den Prozess nicht auf dem Boulevard austragen. Mit unserem Vermieter hatten wir vereinbart, dass sich beide Seiten zu dieser Auseinandersetzung nicht öffentlich äußern. Dass Herr Hoeneß die Angelegenheit jetzt polternd und lärmend zu Markte trägt, ist unschön, aber nicht zu ändern“, klagt 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers.

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Doch damit nicht genug: Stoffers wirft Bayern-Manager öffentliche Verleumdung vor: „Herr Hoeneß behauptet doch glatt, wir würden dem FC Bayern Geld klauen. Das ist eine unverfrorene Behauptung. Seit meiner Amtsübernahme drehen wir hier jeden Stein um, um die wirtschaftliche Situation des Vereins zu verbessern.“

Es sei richtig, dass der FC Bayern durch die Übernahme der Stadion-Anteile im Jahr 2006 den Lizenzentzug durch die DFL und damit die Insolvenz des TSV 1860 abgewendet hat. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass der TSV 1860 demnach gezwungen war, langfristige Verträge abzuschließen. Diese würden „wirtschaftlich an Wahnsinn grenzen und den Verein permanent an die Wand drücken“, wettert Stoffers.

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Der Manager wirft dem FC Bayern vor, sich durch den Verkauf der Stadionanteile in erster Linie selbst geholfen zu haben. Die Bayern hätten die Anteile zum Schnäppchenpreis vereinnahmt. Der TSV 1860 müsse dagegen brav die hohen Mieten weiterzahlen, obwohl allen Beteiligten klar war, dass die Belastungen viel zu hoch sind.

Ein Dorn im Auge sind Stoffers die hohen Kosten für das Catering: „Der Gipfel liegt in der Cateringpauschale. Der TSV 1860 soll allein für die Bewirtschaftung des Business-Bereichs bis 2025 über 40 Millionen Euro zahlen. Alle Versuche, den Vertrag den tatsächlichen Kräfteverhältnissen anzupassen, wurden kategorisch abgelehnt. Als Geschäftsführer des TSV 1860 ist es meine Pflicht, in dieser Notwehrsituation des Vereins zu handeln. Weitere Äußerungen zum Sachverhalt wird es nicht geben, soweit sie nicht durch Äußerungen anderer unumgänglich werden.“

Der Streit geht also weiter, ein Ende ist nicht in Sicht. 

cse

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