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Löwen entwickeln nach Fan-Ansturm Notfall-Plan für Stadionkassen

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Der TSV 1860 hat mit dem Dienstleister der Arena-Stadionkassen einen Notfallplan entwickelt, damit in Zukunft keine Probleme mehr an den Schaltern auftreten und jeder Fan rechtzeitig ein Ticket bekommt. © Marcus Schlaf

München - Zum ersten Heimspiel des TSV 1860 in der neuen Saison kam es zu einem Fan-Ansturm auf die Ticketschalter an der Allianz Arena. Doch dort herrschte Chaos, viele Fans fuhren wieder nach Hause.

„Auf dieses ganz normale Chaos waren wir vorbereitet," so Löwen-Geschäftsführer Manfred Stoffers. Deswegen habe es auch die strikte Anweisung an das für den Ticketverkauf zuständige Dienstleistungsunternehmen gegeben, alle betriebsfähigen Kassenschalter zu öffnen.

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Doch warum waren dennoch nur 28 der 37 Schalter geöffnet? Einige Mitarbeiter hatten sich erst kurz vor Öffnung der Stadionkassen krank gemeldet, einige der verbliebenen steckten dazu im Sommerreise-Stau auf den Autobahnen udn Fernstraßen in und um München fest. Die verblieben Mitarbeiter konnten diese Ausfälle nicht kompensieren. Stoffers: „Als ich von der Stau- und Stresslage an den Kassen erfuhr, bin ich vor Zorn fast explodiert. Wir haben uns Fan-Freundlichkeit und Kundenorientierung auf die Fahnen geschrieben und dann geraten wir in diesen Schlamassel."

Dass es überhaupt zu einem dermaßen enormen Andrang kam, hat mehrere Gründe. „Sehr viele Fans hatten die ungewohnt frühe Anstoßzeit nicht berücksichtigt und waren vergleichsweise spät von zu Hause aufgebrochen. Und zu allem Unglück waren dann auch noch alle Straßen rund um München wegen des Reiseverkehrs dicht", so Stoffers. Dazu kam der normale Ansturm am 1. Spieltag, da sich viele Fans erst nach dem ersten Spiel für eine Dauerkarte entscheiden.

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Notfallplan für Stadionkassen

„Das, was wir am Sonntag erlebt haben, war beileibe kein ´Notfall`, sondern eindeutig ein Glücksfall. Denn für uns ist es ein Glück, wenn die Fans in Scharen zu uns kommen„, so Manfred Stoffers , der Konsequenzen aus der wenig erfreulichen Situation gezogen und in Kooperation mit dem Kassendienstleister einen „Notfallplan" entwickelt hat. „Wir haben diesen glücklichen Umstand nur nicht optimal nutzen können. Dafür können wir die vielen genervten und frustrierten Fans nur um Verständnis bitten. In Zukunft werden wir den Kassenstress am besten von zwei Seiten bekämpfen: auf der einen Seite kaufen unsere Fans mehr Dauerkarten und auf der anderen Seite werden wir unsere Leistung nicht nur auf dem Rasen, sondern auch am Kassenschalter erhöhen."

In Zukunft soll es an den Stadionkassen reibungsloser ablaufen, so dass künftig mehgr als „nur“ 25 800 Fans das Spiel verfolgen können.

von Florian Weiß

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