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Löwen: Marcos Antonio vor Zweitliga-Premiere

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Wegen der vielen Ausfälle bei den Löwen steht der Brasilianer Marcos vor seiner Zweitliga-Premiere. © getty

München - Der TSV 1860 will in Bielefeld die Trendwende schaffen. Dagegen spricht das Löwen-Lazarett. Wegen der vielen Ausfälle steht jetzt der Brasilianer Marcos vor seiner Zweitliga-Premiere.

Donnerstag Nachmittag war selbst für Ewald Lienen die Zeit ausschweifender Vorträge vorbei. Wer auch immer sich ihm näherte, den bügelte der Trainer des TSV 1860 mit wilder Miene ab: „Es gibt nichts mehr hinzuzufügen. Es ist alles gesagt.“

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Ablenkung unerwünscht, Lienen hat sich und seine Schützlinge auf volle Konzentration auf die anstehende Dienstreise eingeschworen. Schon am heutigen Freitagabend um 20.30 Uhr geht für die Löwen die Länderspielpause zu Ende. Und ausgerechnet im anstehenden Duell mit Spitzenreiter Arminia Bielefeld hat man an der Grünwalder Straße nach zuletzt vier Niederlagen in Serie die Chance zur großen Trendwende entdeckt. „Wir müssen da zumindest einen Punkt holen“, sagt Torhüter Gabor Kiraly vor dem Abflug in Richtung Westfalen, „das könnte viel freisetzen.“ Klappen soll‘s – wie so oft – über den Kampf. „Es ist wichtig, dass wir nicht nur kapiert haben, dass es für uns jetzt nur gegen den Abstieg gehen kann“, betonte Kiraly, „wir müssen das auch auf dem Platz zeigen.“

Wobei es immerhin beruhigend ist, dass nach den zahlreichen Hiobsbotschaften der letzten Tage – allen voran die Ausfälle von Kenny Cooper (Knieverletzung) und Peniel Mlapa (Grippe) – zur Abwechslung mal wieder positive Nachrichten eintrudelten. So wie die von Antonio Rukavina. Der Serbe kam im Länderspiel gegen Südkorea nicht zum Einsatz. Am Donnerstag meldete er sich ebenso ausgeruht bei seinem Arbeitgeber zurück wie Tarik Camdal, der sich das Länderspiel der deutschen U 19 gegen Schottland von der Bank aus ansehen durfte. Eher traurig als müde kehrte auch Radhouene Felhi zum TSV 1860 zurück. Der Tunesier erlebte das WM-Aus seines Nationalteams am Samstag in Mosambik ebenfalls als Zuschauer.

Marcos Antonio vor Zweitliga-Premiere

Womit Lienen seine Überlegungen mehr auf den, zuletzt gefährlich brach liegenden kreativen Teil seiner Mannschaft konzentrieren konnte. Wohin die Gedanken gehen, darüber gab es gestern zumindest erste Aufschlüsse. So drückte der Coach im Abschlusstraining auch Manuel Schäffler mal wieder ein gelbes Leibchen in die Hand und ließ den Youngster im Rücken von Kapitän Benny Lauth stürmen. Dazu durfte sich auch Marcos Antonio zur Abwechslung im Kreis der ersten Garnitur versuchen. Gut möglich, dass der Brasilianer, der nach Saisonbeginn als letzter Neuzugang in den Löwen-Kader rückte, ausgerechnet im Gastspiel beim Spitzenreiter sein Zweitliga-Debüt feiern darf. Ob es tatsächlich so kommt, wollte Lienen gestern noch nicht verraten. Immerhin: „Er steht auf jeden Fall im Kader.“

Egal wie die Sache übrigens ausgeht – die 1860-Profis haben so oder so einen ziemlich aufreibenden Freitag vor sich. Die Rückreise nach dem Schlusspfiff erfolgt nämlich per Bus. Erwartete Rückkehr: Samstagmorgen um sechs Uhr. Ausschweifende Vorträge des Trainers sind wohl auch dann eher nicht zu erwarten.

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