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1860 jubelt - Großer Sieg im Abstiegskampf

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Von: Florian Fussek

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SG Dynamo Dresden - TSV 1860 München 1:2
Endlich! Nach fünf sieglosen Spielen gibt es für die Münchner Löwen wieder einen Sieg. © dpa

Dresden - Der TSV 1860 München zeigt beim 2:1 in Dresden eine Klasseleistung. Nach etlichen vergebenen Chancen treffen Gytkjaer und Aycicek.

Endlich! Durch den 2:1 Sieg in Dresden haben die Löwen einen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Sie stehen jetzt bis mindestens Sonntag auf Platz 13.

Zum Anpfiff entrollten die Dynamo Fans ein martialisches Banner (siehe Fotostrecke). „Das ist nicht Disneyland, das ist der dunkle Osten“ stand dort geschrieben. Sie sollten nur teilweise Recht behalten – das war ein rabenschwarzer Abend für Dynamo. Sechzig spielte dagegen voller Freude, wie sie ein Zehnjähriger im Disneyland hat.

Vor dem Spiel hatte Pereira noch von Dynamo geschwärmt. „Dresden ist eine Mannschaft, die ich mir sehr gerne anschaue“, sagte er, „Es ist ein Spiel, dass uns eine andere Herangehensweise fordern wird.“ Amilton wanderte auf die Bank, dafür brachte Pereira mit Levent Aycicek den Siegtorschützen vom Hinspiel in die erste Elf. In der Verteidigung ersetzten Abdoulaye Ba und Felix Uduokhai Kai Bülow und Sebastian Boenisch, der sogar ganz aus dem Kader geflogen war.

Kollektiver Jubel zeigt: Das ist ein Team!

Die Dresdner Fans hatten ihren Choreo noch nicht beendet, da hatte Christian Gytkjaer schon die erste große Chance (3.). Sechzig spielte gut, hatte dann aber Glück, dass Stefan Ortega einen Hackenschuss von Marvin Stefaniak gerade noch zur Ecke lenken konnte (8.). Das wars dann aber auch von Dresden. Bei den Sachsen merkte man, dass es um nichts mehr ging. Sie spielten verhalten und fast körperlos. Anders 1860. Agressiv in den Zweikämpfen und mit Chancen fast im Minutentakt. Gytkjaer an den Pfosten (14.), Aigner verzog knapp (20.), sowie Liendl und Aycicek aus der Distanz (25.). Hinten räumte Ba alles ab, was sich nur in Tor-Nähe begab. Aber vorne wollte der Ball einfach nicht rein. Ivica Olic machte sich außen schon warm. Aber dann: Chance Nummer zehn. Flanke von Marnon Busch auf Gytkjaer. Er legete sich den Ball auf links, auf rechts, narrte so zwei Bewacher und versenkte Ball! Was für eine Bude des so gescholtenen Dänen. Der kollektive Jubel zeigte: Das ist ein Team! Viel verdienter war eine Halbzeitführung selten.

Ortega in der Nachspielzeit überlegen

Wie würden die Löwen reagieren? Gegen Stuttgart und Sandhausen verspielten die Löwen eine Halbzeitführung… Aber nicht gestern! Sechzig drückte, Dresden schwamm. Keeper Schwäbe mit einem katastrophalen Fehlpass, Lacazette ging dazwischen und Aycicek verwandelte souverän. 2:0! Aufbäumen von Dresden? Fehlanzeige. Sechzig ließ sich jetzt etwas mehr zurückfallen, doch Dynamo war erschreckend schwach. Gytkjaer hatte die Chance für das 3:0 auf dem Fuß, doch jetzt parierte Schwäbe klasse (61.). Doch dann schwächten sich die Löwen selbst. Busch sah nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (68.), harte Entscheidung. Jetzt war Dresden überlegen, hatte durch Marcos Alvarez (77.) und Niklas Kreuzer (82.) gute Chancen. Marco Hartmann machte sogar noch den Anschluss (89.), Ortega hielt in der Nachspielzeit den Sieg fest. Am Freitag hatten die Löwen einfach das Glück der Tüchtigen. Und erhielten von Trainer Vitor Pereira zwei freie Tage - erstmal musste aber die Rückfahrt mit dem Bus angetreten werden.

Endlich! Nach fünf sieglosen Spielen gibt es für die Münchner Löwen wieder einen Sieg.
© Christina Pahnke / sampics

Die Sky-Fakten zum Spiel

+++ 1860 beendete gegen die Sachsen die zweitlängste Sieglos-Serie in dieser Saison (2 Remis, 3 Niederlagen) – nur vom 5. bis 10. Spieltag blieben die Sechzger länger ohne Erfolg (1 Remis, 5 Niederlagen) 

+++ 9 Torschüsse gab Gytkjaer bei den Dresdnern ab. Der letzte Löwe mit mehr Torschüssen in einem Zweitligaspiel war Moritz Stoppelkamp im Oktober 2013 als er gegen den KSC den 1860-Rekord im Unterhaus von 11 Torschüssen aufstellte 

+++ Schneller nach Wiederanpfiff als Aycicek (45:30) traf für 1860 im Unterhaus seit detaillierter Datenerfassung nur Josh Wolff im April 2007 gegen Essen (45:27) 

+++ Wie in der Hinrunde gegen die Sachsen schoss Levent Aycicek nach einer Vorlage von Romuald Lacazette ein Tor. Nur gegen Aue traf Aycicek ebenfalls zweimal im Unterhaus, gegen kein Team häufiger.

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