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Löwen: Der blecherne Oktober

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Viel zu Lachen gab es bei den Löwen im Oktober nicht. © sampics

München - Die Löwen sollten auf einmal zu Fröschen werden, ein argentinischer Straßenfußballer feiert beim TSV Premiere, und der Traum vom großen Geld zeplatzt, wie eine Seifenblase. Die Löwen im Oktober.

2008 gab es bei den Löwen einen "Goldenen Oktober", 2009 war fast nur Blech zu holen.

Das Löwen-Jahr 2009:

Januar: Die Euphorie hat einen Namen

Februar: Großes Geld, kurz zu Besuch

März: "Das Beste, was den Löwen passieren konnte"

April: Ein Wolf wird leise und im Training fliegen Fäuste

Mai: Wolf geht, Lienen macht's

Juni: Eine Jogginghose für die Fanartikel-Abteilung

Juli: Miki Stevic fegt den Transfermarkt leer

August: Traumstart, doch dann kam die Krise

September: King Kiraly, der Pokalheld

Gleich zum Monatsauftakt setzte es für den TSV 1860 eine saftige Klatsche. Nach dem 1:3 gegen den FC St. Pauli waren die Träume vom Aufstieg erstmal ad acta gelegt. Der Tabellenplatz 15 sprach Bände. Statt Ervin Skela, den manche Fans eigentlich im Oktober an der Grünwalder Straße erwartet hatten, schaute ein Altbekannter zum Probetraining vorbei: Filip Tapalovic, zuletzt ohne Verein wollte bei den Löwen für einen Vertrag vorspielen. Ervin Skela hingegen zog es zum Ligakonkurrenten Koblenz. Der schlechten Nachrichten nicht genug, verkündete auch noch Ilhan Mansiz, der zuvor drei Monate auf Probe trainiert hatte, seine Fußballschuhe aus privaten Gründen nun doch an den Nagel hängen zu wollen. 

Damit es endlich wieder positive Nachrichten von den Löwen gibt, kramte Geschäftsführer Manfred Stoffers vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg die Geschichte vom Frosch im Rahm aus seiner Rhetorik-Kiste, um die Löwen richtig anzuheizen.

Jahresrückblick: Die Löwen im Oktober

Und siehe da, es funktionierte. Die elf Frösche (Löwen) auf dem Rasen schossen die Zebras mit 3:1 ab. Eine Woche lang feierten die Fans ihre neuen Löwen-Jungstars Mlapa, Ignjovski und Emanuel Biancucchi, der gegen Duisburg sein Zweitliga-Debut gab.

Dann war es aber auch schon wieder vorbei mit dem Zwischenhoch beim TSV. Erst gingen die Löwen in Frankfurt gegen den FSV mit 2:3 baden, dann flogen sie auch noch aus dem Pokal. Beim 0:3 gegen Schalke 04 hatten Lauth und Co. nicht den Hauch einer Chance.

Einziger Balsam für die geschundene Löwenseele im Oktober: Die neue Diskussion über eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion.

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