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Offensiv aus der Krise: In Saarbrücken mit 4-Raute-2-Taktik?

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Von: Uli Kellner

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Die 1860-Stürmer Tim Linsbichler und Sascha Mölders bejubeln ein Tor.
Mehr Offensivpower mit einer Doppelspitze: Tim Linsbichler und Sascha Mölders. © Imago

Die Corona-Testreihe der Löwen war negativ - somit beginnt an diesem Dienstag die Vorbereitung auf Saarbrücken. Taktisch zeichnet sich eine Überraschung ab.

Endlich mal eine positive Corona-Nachricht für den TSV 1860, positiv im Wortsinne. Nämlich: Die nach dem COVID-19-Befund von Richard Neudecker notwendig gewordene Testreihe sei „negativ“ gewesen, teilte die Pressestelle des Vereins mit. Somit klar: Die Mannschaft kann am heutigen Dienstag wie geplant die Vorbereitung für das Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken aufnehmen.

Wenn am Samstag im frisch renovierten Ludwigspark der Anpfiff ertönt, liegen exakt drei Wochen Ligapause hinter den Löwen. Zur Erinnerung: Am 2. Oktober produzierte 1860 das siebte Unentschieden der laufenden Saison (das sechste 1:1), freitags drauf folgte das Totopokal-Erweckungserlebnis von Buchbach (3:2 nach zweimaligem Rückstand) – und nun eine coronabedingte Spielabsage, weil bei Gegner Mannheim gleich 17 Profis in Quarantäne mussten. Als „unangenehm“ bezeichnete Sportchef Günther Gorenzel den Umstand, dass beide Teams auf diese Weise aus dem Rhythmus gebracht werden.

Mölders neben Linsbichler in einem Ochsensturm 2.0?

Mit einem internen Testspiel lenkte sich 1860 am Samstagvormittag ab – und es scheint, als habe Michael Köllner die Zwangspause genutzt, um eine alternative Spielform zu erarbeiten. Wie bei der Aufholjagd in Buchbach ließ der Trainer seine A-Elf mit zwei echten Spitzen angreifen: Sascha Mölders und Tim Linsbichler in einer Neuauflage des Ochsensturms. Eine Option bereits für Samstag? Dafür spricht, dass die Löwen mit einem waschechten Zwei-Mann-Sturm die zuletzt vermisste Offensivpower entfachen. Drei Tore in den zweiten 45 Minuten von Buchbach sind ein Argument – ebenso das deutliche Ergebnis von 6:1, mit dem die A-Löwen am Samstag über die B-Löwen hinwegfegten (mit zwei Mölders und einem Linsbichler-Tor). Gegen eine offensive 4-Raute-2-Variante spricht aber auch so einiges. Unter anderem die Tatsache, dass man derart offensiv dem zu Hause extrem torgefährlichen FCS (schon 13 Tore) ins offene Messer rennen könnte.

Wie auch immer: In Neudecker muss ein wesentlicher Faktor im Angriffsspiel der Löwen ersetzt werden. Fest steht aber auch: Es gibt einiges gutzumachen aus 1860-Sicht. Beide Spiele in der vergangenen Saison gewann der Relegationsgegner von 2018 ungefährdet mit 2:1, jeweils nach 2:0-Führung.

Die Fans fiebern aktuell natürlich auch schon auf das Spiel in der zweiten DFB-Pokal-Runde hin: Es geht gegen Schalke 04*. *ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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