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Neue Hoffnung für Rückkehr ins Grünwalder Stadion

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Jemals wieder Profi-Fußball im Grünwalder Stadion? 1860 hat die Sachlage eingehend geprüft © Westermann

München - Der Pressecontainer platzt aus allen Nähten. Es geht um die Zukunft der Löwen im Grünwalder Stadion. Geht es nach der Projektgruppe „Stadionzukunft“, dürfen die Löwenfans wieder träumen.

Die neue Hoffnung der Löwenfans hat einen Namen: Christian Waggershauser. Seit April arbeitet der Projektleiter zusammen mit ehrenamtlichen Helfern aus allen Fanlagern an einer neuen Zukunft für die Münchner Löwen. Das Ziel der Gruppe „Stadionzukunft“ ist klar: Zurück in die Heimat, zurück nach Giesing.

Die fünf K.o.-Kriterien fürs Grünwalder

Mit Träumerei und Illusionen haben die Ziele von Waggershauser jedoch nichts zu tun: „Wir haben völlig vorurteilsfrei versucht, zu untersuchen, ob es andere Spielstätten für 1860 München gibt. Dabei hat sich die Stadiongruppe nur auf konstruktive Möglichkeiten konzentriert. Wir wollten die Stadiondebatte von einer emotionalen Debatte wegbringen, hin zu einer sachlichen Debatte“, erklärt der Projektleiter die Arbeit der vergangenen Monate.

„Wir können einen langsamen Tod in der Allianz Arena sterben, oder einen schnellen, bei dem wir es zumindest versucht haben“, betont Waggershauser kämpferisch.

Setzten die Löwen also alles auf eine Karte? Ist der Auszug aus der Arena nur noch eine Frage der Zeit? Löwen-Präsident Rainer Beeck nimmt den Wind aus den Segeln:  „Wir haben (von Seiten der Fans, Anm.  d. Red) eine Erwartungshaltung, die wir kurzfristig nicht erfüllen können. Es gibt keine Lösungen, es gibt nur Lösungsansätze.“ Doch auch Beeck löscht den kleinen Funken Hoffnung für eine Rückkehr nicht: „Die Frage beim TSV ist, wie mittel- und langfristig die Zukunft des TSV 1860 ausschaut.“

Tour durchs Grünwalder Stadion

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Und genau hier kommt das Grünwalder Stadion ins Spiel. Nach der Projektgruppe Stadionzukunft ist die Kultstätte die einzige Alternative zur Allianz Arena.

Auch für Präsident Beeck kommt ein Umzug in ein anderes Stadion als das Grünwalder nicht in Frage. „Dem Vorschlag werden wir so weit folgen. Wir reden über eine mittel- und langfristige Perspektive. Vorher brauchen wir den Fans nichts erzählen. Wir wissen nicht, ob es geht. Aber wir wollen Punkt für Punkt abarbeiten. Ich bin aber auch kein Prophet.“

Bis jedoch der Ball im Stadion an der Grünwalder Straße wieder rollen kann, sind etliche bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen. Zudem läuft die Zeit gegen die Projektgruppe. Denn wenn es noch klappen soll, dann muss es schnell gehen. Bereits im Dezember entscheidet die Stadt München über die Zukunft des Stadions.

Bis dahin muss die Projektgruppe „Stadionzukunft“ bereits zwei K.o.-Kriterien aus der Welt geräumt haben, die bei Entscheidungsträgern auf große Skepsis stoßen: Der Brandschutz und die Sicherheit.

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Gerade beim Brandschutz sind laut Waggershauser „intensive Gespräche nötig. Wir haben erarbeitet, welche Konzepte möglich sind. Die Branddirektion hat gemeint, dass unsere Vorschläge eine Möglichkeit seien könnten.“

Zum Sicherheitsaspekt hat er Rücksprache mit dem Polizeipräsidium gehalten. „Wir haben bereits einen Termin gemacht und möchten mit der Polizei in einen konstruktiven Dialog treten“, so Waggershauser. Bis Dezember müssen diese Aspekte geklärt sein, sonst wäre das Thema „Grünwalder Stadion“ für immer gestorben“. Erst wenn das alles klappt, wären laut Beeck konkretere Überlegungen sinnvoll.

In der beiliegenden Pressemeldung steht jedoch ein Wort, dass jedem Fan der Kultstätte die Tränen in die Augen treibt. Unter dem Punkt, wie das Projekt zu finanzieren sei, steht als eine der möglichen Einnahme-Quellen das Wort „Stadionname“. Die Projektgruppe plant einen Um- oder kompletten Neubau des Stadions, das nach der bisherigen finanziellen Planung auf dem Namen eines Sponsors getauft wird.

Christoph Seidl

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