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1860 holt Kiez-Kicker Ludwig!

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München - Und weiter geht’s! Nach Torhüter Gabor Király machten die Löwen am Freitag den nächsten Transfer perfekt.

Aus St. Pauli kommt Alexander Ludwig (25) ablösefrei an die Grünwalder Straße. Der Offensivspieler (vier Erstligaspiele für Hertha, 57 Zweitligapartien für St. Pauli, 12 Tore, 15 Assists) unterschrieb bei 1860 einen Zweijahres-Vertrag und soll mit seinen Ideen das Kreativ-Vakuum im Mittelfeld füllen.

Das ist Alexander Ludwig

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„Alexander kann seine Mitspieler gut in Szene setzen, ist aber auch selbst torgefährlich“, sagt Trainer Ewald Lienen, der vor drei Wochen den Erstkontakt herstellte. Manager Miki Stevic sagte der tz: „Ich bin glücklich, dass wir einen jungen deutschen Spieler bekommen, der schon gezeigt hat, was er kann. Seine Quote bei St. Pauli ist erstaunlich und sticht heraus.“

Kann man sagen. Zehn Tore und fünf Vorlagen weist die Statistik für den Thüringer aus Waltershausen bei Gotha aus. Am Millerntor wollten sie den Kreativkopf langfristig binden. Doch Ludwig, Spitzname „Lude“, winkte ab. „Wir bezahlen nicht jeden Preis, um Leute zu halten“, erklärte St. Paulis Vizepräsident Stefan Orth.

Wer kommt noch zu den Löwen? Die Kandidaten

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„Fünf, sechs Klubs“ seien an Ludwig dran gewesen, sagt Stevic. Ludwig verriet der tz zumindest zwei davon. „Gladbach hat sich nach dem Trainerwechsel zu Frontzeck gegen mich entschieden, Lautern konnte mir nicht sagen, wer Trainer wird. Bei 1860 haben sich Herr Lienen und Herr Stevic extrem um mich bemüht. Das Konzept hat mich überzeugt. Ich sehe hier bessere sportliche Perspektiven als auf St. Pauli, auch wenn mir der Abschied nicht leicht fällt.“

Konzept, darunter versteht der humorbegabte Ludwig vor allem eines: „Dass Lienen auf Spieler wie mich steht. Ich kann offensiv eigentlich alles spielen, links, rechts, als zweiter Stürmer oder hinter den Spitzen, das ist meine eigentliche Lieblingsposition.“ Sascha Rösler, Träger der „10“ wird’s mit Interesse vernehmen. An einen Verkauf des Blondschopfs sei allerdings nicht gedacht, versichert Stevic. „Sascha wird noch sehr wertvoll für uns werden.“

Und Ludwig dazu noch skurrile Geschichten liefern. „Ich habe einen Schuhtick“, erzählt er, über 50 Paar umfasse seine Sammlung. „Ich brauche für jeden Anlass eine Auswahl.“ Eine spezielle Behandlung lässt er seinen Kickstiefeln zukommen: „In der Jugend habe ich reingepinkelt, weil es hieß, dass sie dadurch weicher werden. Jetzt lege ich sie in warmes Wasser, packe Schuhspanner rein und tape mir die ­Hacken.“ Willkommen in Giesing!

Ludwig Krammer (tz)

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