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Eke Uzoma: Ein echter Straßenfußballer

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Eke Uzoma soll im Winter zum TSV 1860 kommen. © Getty

München - Löwen-Wunschspieler Eke Uzoma hat eine bewegte Vergangenheit: Vor vier Jahren landete er in einem Asylantenheim und musste eine Abschiebung befürchten. Wie ihn sein Ex-Trainer charakterisiert und was Freiburg-Coach Robin Dutt zu einem Wechsel sagt.

Wer ist dieser Eke Uzoma? Ein echter Straßenfußballer. Er kickte schon als kleines Kind mit seinem Bruder in Nigeria. "Keine Kickschuhe, kein Garnix, richtig heiß, gehst hin und ab geht's", erinnerte er sich gegenüber dem Freiburger Magazin Fudder.

Eke Uzoma in Aktion

Über seine ersten Jahre in Deutschland spricht Uzoma nicht so gerne. Die Zeitung Welt berichtet: Eine Schlepperbande brachte den damals 16-Jährigen nach Deutschland - ohne Ausweis und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, stand er am Frankfurter Flughafen. Er landete in einem Asylantenheim im badischen Müllheim. Die Abschiebung zurück nach Nigeria drohte. Was dann folgte, war eine Art Fußballmärchen: Ein Sozialarbeiter kaufte ihm seine ersten Fußballschuhe, die er zunächst beim Kreisligisten Alemannia Müllheim schnürte.

Als B-Jugendlicher spielte er dort die Gegner schwindelig und erzielte in einer Saison rund 50 Treffer. "Er war bei uns unterfordert", sagt sein ehemaliger Jugendtrainer Christoph Bauduin zu tz-online und kommt ins Schwärmen: "Es war schwer, ihn vom Ball zu trennen. Er war physisch sehr stark und hatte schon eine sehr gute Technik." Ein Rohdiamant also. Der Müllheim-Trainer, der mit Uzoma noch heute ab und an telefoniert, lobt nicht nur Uzomas fußballerische, sondern auch seine menschlichen Qualitäten. "Er ist sehr ehrgeizig und diszipliniert. Er hat ständig an sich gearbeitet, war immer als erster auf dem Platz. Er hat immer gesagt: 'Mein Ziel ist es, Profifußballer zu werden.' Er wusste, wohin der Weg führt."

Hierhin? Hinter den Kulissen des TSV 1860

Strecke

Der SC Freiburg griff zu und schnappte sich das Juwel. Trainer Robin Dutt wurde Uzomas neuer Förderer. Er hat das Potenzial des A-Jugendlichen-Fighters erkannt. Dutt z

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og den damals 18-Jährigen in die erste Mannschaft hoch, er war der jüngste Spieler aller Zeiten in Freiburgs Profikader. Uzoma schlug voll ein, war zwei Jahre lang eine feste Größe bei den Breisgauern. Erst nach dem Aufstieg in die Bundesliga kam der Bruch "Eke steht momentan hintendran", sagt Freiburgs Coach Robin Dutt - deswegen soll Uzoma nun an 1860 ausgeliehen werden.

Dutt will seinem Zögling die WM-Chancen nicht nehmen. "Wenn es für den Sportclub passt und es ernsthafte Absichten gibt, würden wir uns nicht quer stellen." Dutt stellt klar, dass er sich keinen Verkauf vorstellt, sondern ein Leihgeschäft, um von einem gestärkten Rückkehrer Uzoma zu profitieren. "Als junger Spieler braucht er die Spielpraxis. Dann können wir uns noch mehr von ihm erhoffen. Eine Ausleihe in die Zweite Liga macht Sinn, weil er da auch gefördert wird. Es gibt neben 1860 noch weitere Interessenten".

Uzoma hat sich von ganz unten nach ganz oben durchgekämpft. "Er ist ein guter Junge", sagt sein Ex-Jugendtrainer Bauduin. "Einer, auf den man sich verlassen kann." Ein Typ mit Herz und Biss - prädestiniert für die Löwen.

Armin Linder

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