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„Die Euphorie ist so schon groß genug“

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Die Spieler lassen sich nach Abpfiff von den Fans feiern. © sampics

München - Der TSV 1860 München hat gegen die TuS Koblenz einen überzeugenden Auftaktsieg gefeiert. Schon macht sich bei den Löwen Sorge vor zu großer Euphorie breit.

Gabor Kiraly war irgendwie zufrieden, dass bei den Löwen nicht jeder Schuss ein Treffer war. „Das 2:0 ist genau das richtige Ergebnis“, erklärte der Keeper, „obwohl wir natürlich noch viele klare Chancen hatten, um höher zu gewinnen.“ Aber Kiraly scheint die Löwen-Seele schon gut einschätzen zu können. Ein Kantersieg hätte bei den Fans möglicherweise Erwartungen geweckt, die das Arbeiten in den nächsten Wochen alles andere als einfach gemacht hätten. Man stelle sich nur mal vor, die Löwen wären gestern Tabellenführer geworden… „Die Euphorie ist so auch schon groß genug“, stimmte Benny Lauth zu.

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Und Ewald Lienen hätte sowieso keine Probleme mit überschäumender Euphorie gehabt. „Das waren ja schon tausendprozentige Chancen, die wir vergeben haben“, wunderte sich der Coach und fragte sogar bei Manuel Schäffler nach, was man denn anstellen müsse, um so eine Riesenmöglichkeit, wie er sie kurz vor Schluss hatte, zu vergeigen. Lienen: „Manuel konnte mir darauf allerdings auch keine Antwort geben. Es war aber ansonsten eine Superaktion von ihm.“ Kann man wohl sagen: überragend, wie der 20-Jährige vor dem missglückten Abschluss drei Koblenzer auf engstem Raum aussteigen ließ.

Nur ein Beispiel dafür, dass die Löwen weitaus besser auftraten als im Pokal. Lienen: „Wir hatten mehr Ballbesitz, waren konzentrierter, haben den Ball laufen lassen und sind dadurch zwangsläufig zu mehr Chancen gekommen.“

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Und: Die Mannschaft hat sich immer wieder Szenenapplaus eingehandelt. Auch Uwe Rapolder, der Trainer der TuS Koblenz, hätte fast mitgeklatscht, so sehr war er von den Sechzigern beeindruckt: „Wir hatten Glück, dass die Niederlage nicht höher ausgefallen ist. Aber wir haben ja noch das Rückspiel in Koblenz. In den letzten drei Jahren haben wir dort gegen 1860 immer gewonnen.“

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Nach dem letzten Satz nahm Ewald Lienen seine Brille ab, musterte den Koblenzer Kollegen von oben bis unten und meinte: „Erst mal danke für die Glückwünsche, aber über die Sache mit dem Spiel in Koblenz reden wir noch...“

Claudius Mayer

Tabelle

1 1. FC Union Berlin 1 1 0 0 3:0 3 3

Fortuna Düsseldorf 1 1 0 0 3:0 3 3

3 Energie Cottbus 1 1 0 0 3:1 2 3

4 TSV 1860 München 1 1 0 0 2:0 2 3

5 1. FC Kaiserslautern 1 1 0 0 2:1 1 3

FC St. Pauli 1 1 0 0 2:1 1 3

MSV Duisburg 1 1 0 0 2:1 1 3

8 Alemannia Aachen 1 0 1 0 1:1 0 1

Karlsruher SC 1 0 1 0 1:1 0 1

10 Arminia Bielefeld 0 0 0 0 0:0 0 0

Hansa Rostock 0 0 0 0 0:0 0 0

12 FSV Frankfurt 1 0 0 1 1:2 -1 0

Rot Weiss Ahlen 1 0 0 1 1:2 -1 0

SpVgg Greuther Fürth 1 0 0 1 1:2 -1 0

15 FC Augsburg 1 0 0 1 1:3 -2 0

16 TuS Koblenz 1 0 0 1 0:2 -2 0

17 Rot-Weiß Oberhausen 1 0 0 1 0:3 -3 0

SC Paderborn 07 1 0 0 1 0:3 -3 0

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