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Rückschlag für die Löwen

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Antonia Rukavina nimmt Fahrt auf, der Rostocker Mario Fillinger (l.) verblüfft durch eine etwas ungewöhnliche Körperhaltung. © dpa

Rostock - Die Euphorie nach dem überzeugenden Auftaktsieg währte nur kurz: Der TSV 1860 München musste bei Hansa Rostock eine Auswärtsniederlage hinnehmen.

Bei einem Auswärtserfolg hätte die Tabellenführung rauspringen können, doch nach der 1:2-Niederlage an der Ostsee findet sich 1860 im Tabellenmittelfeld wieder.

Ewald Lienen schickte die gleiche Elf auf den Rasen wie am ersten Spieltag. Auch wenn bis auf Holebas die ganze Abwehrreihe samt Torwart Király auf Länderspielreise war, verzichtete der Löwen-Trainer nach dem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Koblenz auf personelle Änderungen.

Schlappe in Rostock: Die Bilder

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Die Rostocker legten gleich mit wütenden Angriffen los. Lienen behielt also recht. Im Vorfeld hatte der 1860-Coach gewarnt, die Hanseaten seien nach dem Fehlstart (Aus im Pokal, Auftaktniederlage) "wie angeschlagene Tiere". In der 8. Minute schlug es dann ein im Kasten von Gabor Király: Tobias Jänicke brachte die Rostocker mit einem Linksschuss durch die Beine des Löwen-Schlussmanns in Führung.

Die Löwen brauchten zehn Minuten, um den Schock zu verdauen. Dann riss der Kapitän das Ruder herum: Mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze nach Hereingabe von Sandro Kaiser sorgte Benny Lauth in der 19. Minute für den Ausgleich.

Die Sechziger übernahmen die Initiative und kamen zu guten Chancen. Bei Kopfbällen von Kenny Cooper (27.) und José Holebas (32.) und bei einem vielbeinigen Chaos nach einer Ecke (29.) klären die Hanseaten in höchster Not. Danach verflachte das Spiel bis in die zweite Hälfte hinein, die nächste Großchance hatte erst Sandro Kaiser (56.) per Kopf.

In der 58. Minute ging Lars Bender vom Platz und wurde durch den 18-jährigen Aleksandar Ignjovski ersetzt. Es könnte Benders letzter Arbeitseinsatz für die Löwen gewesen sein: Der 20-Jährige steht vor einem vorzeitigen Wechsel zu Bayer Leverkusen. Die Anzeichen verdichten sich, dass er Anfang der Woche seine Koffer packt und nach Nordrhein-Westfalen zu seinem Zwillingsbruder Sven zieht.

Mit Bender verließ die Löwen-Defensive auch die Stabilität: Erst klatschte ein Fillinger-Kopfball (75.) an die Latte und von dort aus Gabor Kiraly in die Arme. Dann erzielte der Rostocker Fin Bartels (79.) mit einer starken Einzelaktion das 2:1 für die Hansa. Nach einem Steilpass überlupfte der eingewechselte Bartels mit hohem Bein den überraschten Mate Ghvinianidze und legte den Ball vorbei an Keeper Kiraly ins Netz.

„Nach dem 1:2-Rückstand war es sehr schwer für uns“, resümierte Ewald Lienen nach dem Schlusspfiff. „Hansa hat mit dem Publikum im Rücken den Sieg nach Hause gebracht, und wir müssen dieses Ergebnis akzeptieren, auch wenn es aus unserer Sicht recht unglücklich war.“

al.

Tore:

8. Minute: 1:0 durch Tobias Jänicke (Rostock)

19. Minute: 1:1 durch Benjamin Lauth (1860)

79. Minute: 2:1 durch Fin Bartels (Rostock)

Aufstellung der Löwen:
1 Király - 2 Rukavina, 5 Felhi, 19 Ghvinianidze, 14 Holebas - 24 Lovin, 22 Bender (ab 58. Ignjovski) - 21 Kaiser (ab 62. Pappas), 18 Ludwig - 11 Lauth, 33 Cooper (ab 72. Schäffler)

Tabelle:

1 1. FC Union Berlin 2 2 0 0 4:0 4 6
2 Energie Cottbus 2 1 1 0 5:3 2 4
3 MSV Duisburg 2 1 1 0 4:3 1 4
4 SpVgg Greuther Fürth 2 1 0 1 5:2 3 3
5 TSV 1860 München 2 1 0 1 3:2 1 3
Arminia Bielefeld 1 1 0 0 3:1 2 3
Fortuna Düsseldorf 2 1 0 1 3:1 2 3 7 
8 1. FC Kaiserslautern 1 1 0 0 2:1 1 3
FC St. Pauli 1 1 0 0 2:1 1 3 10
Hansa Rostock 2 1 0 1 3:4 -1 3 11
SC Paderborn 07 2 1 0 1 2:3 -1 3
12 Alemannia Aachen 1 0 1 0 1:1 0 1
13 Karlsruher SC 2 0 1 1 1:3 -2 1
14 Rot Weiss Ahlen 1 0 0 1 1:2 -1 0
15 FC Augsburg 1 0 0 1 1:3 -2 0
16 TuS Koblenz 1 0 0 1 0:2 -2 0
17 Rot-Weiß Oberhausen 1 0 0 1 0:3 -3 0
18 FSV Frankfurt 2 0 0 2 1:6 -5 0

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