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Nach 2:1-Sieg: Was bei 1860 jetzt alles besser werden muss

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Von: Florian Fussek

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Trainer Pereira war nur mäßig zufrieden.
Trainer Pereira war nur mäßig zufrieden. © MIS

München - Zufrieden war Löwen-Trainer Vitor Pereira nach dem 2:1 gegen Greuther Fürth eigentlich nur mit dem Ergebnis.

„Taktisch und technisch war das kein fantastisches Spiel. Wir hatten nicht die Qualität, die ich erwartet habe. Wir müssen die Zeit jetzt nutzen, um besser zu werden.“, sagte der Coach nach dem Spiel, „Fußball ist für mich nicht nur Ergebnis!“ Am Freitag müssen die Löwen nach Bielefeld. Dort wird dann wohl auch der eine oder andere Neuzugang auf dem Feld stehen. Die tz zeigt, was besser werden muss.

Spielaufbau: Mit teils katastrophalen Fehlpässen wurden den Fürthern immer wieder Möglichkeiten geschenkt. Nicht nur Boenisch spielte dem Gegner den Ball gleich reihenweise in den Fuß. Konstruktiver Aufbau sieht anders aus. „Wir haben oft die Spielmomente falsch eingeschätzt. Es war oft ein Hin und Her. Das ist für mich kein Fußball!“, moserte Pereira. Apropos Boenisch: Pereira ließ den lange verletzten Routinier vor allem deshalb spielen, weil dieser die Pässe in die Tiefe beherrschte. Es lag aber nicht nur an der Verteidigung. Im Mittelfeld waren Lacazette und Adlung zwar um Ordnung bemüht, aber erst der eingewechselte Liendl schaffte es, dem Spiel Struktur zu geben.

Zu große Abstände: Die Offensivreihe mit Aigner, Aycicek und Olic hing völlig in der Luft. Symptomatisch: Bei der ersten großen Löwen-Chance bekam Olic den Ball nicht von einem Mitspieler, sondern von einem Fürther. Lacazette versuchte, sich ab und an in die Offensive einzuschalten – insgesamt zu wenig. Auch von den beiden Außenverteidigern Wittek und Stojkovic kam für die Offensive kaum Unterstützung.

Standards: Das 1:1 fiel zwar durch einen Elfmeter nach einer Ecke – das war’s aber auch an Gefährlichkeit, egal ob Wittek oder Aycicek zum ruhenden Ball antraten. Mit Uduokhai und Mauersberger hat 1860 eigentlich zwei (defensiv) kopfballstarke Verteidiger. Mit der 1,97-Meter-Kante Abdoulaye Ba ist jetzt noch eine Waffe dazugekommen.

Flügelspiel: Aycicek und Aigner waren kaum ins Spiel eingebunden. Keine Flankenläufe, kein Eins gegen Eins – die beiden spielten mut- und kraftlos. Mit Olic war natürlich auch nicht der kopfballstarke Stürmer in der Mitte, der mit Flanken gefüttert werden kann. Auch der neue Angreifer Christian Gytkjaer ist ein Spieler, der vor allem auf Bälle von Außen wartet.

Kreativität: Herausgespielte Chancen waren am Freitag nicht zu sehen. Der Ball wurde kaum einmal schnell über ein paar Stationen gespielt. Es fehlten die Überraschungsmomente um die Fürther Verteidigung in Bedrängnis zu bringen. Es zeigte sich, dass weder Adlung noch Lacazette der kreative Kopf der Mannschaft sein können. Auch Aycicek konnte seine gute Form von Ende der Rückrunde nicht ins neue Jahr herüberretten. Erst mit Liendl wurde das Spiel etwas kreativer.

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