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Nach umkämpften Remis in Münster: Bierofka verrät Taktik-Kniff

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Von: Florian Fussek

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3.11.2018, Fussball 3. Liga : Preußen Münster - 1860 München
Sascha Mölders hatte in der Offensive gegen Münster einen schweren Stand. © MIS / Cathrin Müller /M.i.S.

Beim intensiven und torlosen Remis in Münster konnte die Löwen-Defensive überzeugen. Das lag vor allem an den taktischen Vorgaben von Trainer Daniel Bierofka, für die selbst der Gäste-Trainer Lob übrig hatte.

München - Wenn Trainer nach 90 Minuten von einem „intensiven Spiel“ sprechen, war die zuvor gezeigte Darbietung meistens kein spielerisches Feuerwerk – so wie das 0:0 der Löwen am Samstag in Münster. Viele Zweikämpfe, lange Bälle, kaum schöne Spielzüge – was aber sicherlich auch dem schlechten Rasen geschuldet war.

Trotzdem: Unterm Strich steht ein Punkt beim Tabellenzweiten und die Tatsache, ohne Gegentor geblieben zu sein. „Wir haben teilweise sogar besser gespielt“, sagte Torjäger Adriano Grimaldi nach seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Daniel Bierofka hatte seine Mannschaft auf die offensivstarken Münsteraner sehr gut eingestellt – dafür gab’s von Preußen-Trainer Marco Antwerpen ein Lob. „Freie Räume zu finden und Torchancen zu kreieren war sehr schwierig“, sagte er. „Da ist richtig Qualität in der Truppe.“

Bierofka über takrische Ausrichtung gegen Münster: „Es war die richtige Entscheidung“

Die Löwen agierten hinten mit einer Dreier- bzw. Fünferkette. „Wir haben gewusst, dass es sehr schwer ist, die beiden Stürmer im zwei gegen zwei zu verteidigen. Ich wollte mehr Präsenz im direkten Zweikampf und eine Überzahlsituation herstellen“, erklärte Bierofka seinen taktischen Kniff. „Es war die richtige Entscheidung.“

Auch Kapitän Felix Weber wieder zu bringen, erwies sich als richtig. „Ich war sehr zufrieden mit ihm“, sagte Bierofka. Den Rucksack, den der Kapitän in den letzten Wochen laut seines Trainers aufhatte und Weber zwei Spiele auf der Bank einbrachte, scheint abgelegt zu sein.

Weber nach Comeback: „Habe nicht rumgejammert“

„Es war nicht leicht“, sagte Weber über die unfreiwillige Pause. „Das war das erste Mal seit drei Jahren, dass ich auf der Bank war. Ich habe nicht herumgejammert und es mir so verdient, wieder zu spielen.“ Chance genutzt – beim nächsten Spiel gegen Halle dürfte er wieder in der ersten Elf stehen. Da sollte dann aber wieder die Offensive mehr im Fokus stehen. Das Angriffsspiel der Löwen bestand nämlich meist aus einem langen Ball auf Grimaldi. Herbert Paul (35.) per Lattenknaller und Sascha Mölders (42.) hatten noch die besseren Möglichkeiten. Verbesserung erwünscht – dann gibt es am Samstag auch nicht „nur“ ein intensives Spiel.

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