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Die Löwen in der Allianz Arena. Ändert sich das in absehbarer Zeit?

Probleme mit der U-Bahnanbindung

Neues Löwen-Stadion: MVG skeptisch

  • Felix Müller
    vonFelix Müller
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München - Die MVG zeigt sich kritisch, was einen Stadionneubau in Riem betrifft. Warum das so ist und warum mehr Sechzger- als Bayern-Fans U-Bahn fahren:

Wie berichtet, hatte sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) offen für die Wünsche des Zweitligisten gezeigt. Ins Auge gefasst haben die Sechzger schon länger eine Fläche zwischen der A94 und der Hofbräuallee.

Mehr als 40.000 Fans könnte der Löwen-Käfig eines Tages fassen - wenn der TSV wirklich das Geld zusammen bekäme. Und wenn ein Standort zu finden ist, für den es eine Genehmigung gibt. Ein großer Haken bei solchen Projekten ist klassischerweise die Verkehrsanbindung. Und die MVG zeigt sich auf Nachfrage äußerst skeptisch. Die U2 sei eine „sehr lange U-Bahn-Linie“, sagt ein Sprecher. „Sie ist bereits im regulären täglichen Verkehr hoch ausgelastet, bei Großmessen sehr hoch.“ Strecken- und Fahrzeugkapazitäten „für zusätzlichen Fußballverkehr“ könnten „allenfalls an Wochenenden und außerhalb von Großmessen und Oktoberfest zur Verfügung stehen“. Das klingt nicht, als sei man bei der Verkehrsgesellschaft begeistert von der Idee. Insbesondere müssten die Umsteigebahnhöfe in der Innenstadt auf ihre Leistungsfähigkeit für den Fußballverkehr geprüft werden, sagt der MVG-Sprecher.

Er verweist auch darauf, dass man das Thema noch nicht eingehend geprüft habe - und darauf, dass eine Anbindung nicht nur durch die U2, sondern „zum Beispiel auch durch die S-Bahn“ möglich wäre.

Eine Herausforderung für die MVG sind die Löwen-Fans auch deshalb, weil sie sehr oft aus München kommen. Als die Sechzger im Herbst gegen Borussia Dortmund die Arena vollmachten, hatte die MVG erhebliche Probleme, den Ansturm zu bewältigen. Eigentlich ist das Verkehrsunternehmen von den Bayern-Spielen ja eine ausverkaufte Arena gewöhnt. Aber da kämen eben viel mehr Zuschauer aus dem Umland und dem Bundesgebiet und würden die U-Bahn gar nicht nutzen, erklärte damals ein Sprecher.

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Von Felix Müller

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