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Neuzugänge bei 1860: Zwei internationale Eckpfeiler

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Neuzugang Charilaos Pappas bei der sportärztlichen Untersuchung.
Neuzugang Charilaos Pappas bei der sportärztlichen Untersuchung. © Sampics

München - Wenn Ewald Lienen am Donnerstag um 10 Uhr zum Trainingsstart bittet, können die Fans im Idealfall vier neue 1860-Profis beklatschen.

Torhüter Kiraly und Offensivmann Ludwig standen schon länger als Zugänge fest, am Dienstag kam Stürmer Charilaos Pappas hinzu. Am Transfer des tunesischen Innenverteidigers Radhouane Felhi wird noch gearbeitet.

Zugegeben: Es sind nicht die Namen, auf die die Löwen-Fans und Reporter gewartet haben. Charilaos Pappas (26), ein griechischer Außenstürmer, und Radhouane Felhi (25), ein tunesischer Verteidiger, das sind Namen, die auf keiner Liste standen. Doch wer sich bei der Auslese so viel Zeit lässt wie Ewald Lienen und Sportchef Miroslav Stevic, der wird wissen, wen er ins Haus holt. Lienen, der wohl zurecht als akribischer Arbeiter gilt, soll in der Transfer-Anbahnungsphase sogar in der Geschäftsstelle übernachtet haben.

Pappas ist da: Die ersten Bilder

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Die Fakten hören sich auch nicht so schlecht an: Pappas, der vom letztjährigen Meisterschaftssiebten AO Xanthi kommt (wo er Sturmpartner von Victor Agali war), ist ein griechischer Nationalspieler mit passabler Torquote. Für seine bisherigen Vereine traf er durchschnittlich in jedem fünften Spiel. Felhi gilt als Star in Tunesien und hat mit seinem Verein Etoile Sportive du Sahel alles abgeräumt, was es in Afrika zu gewinnen gibt: Meisterschaft, Champions League, Supercup. Mit der Nationalmannschaft stand der Abwehrallrounder 2008 im Viertelfinale des Afrika-Cups. Pappas hat bereits die sportärztliche Untersuchung in München hinter sich und einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben. Um die Gunst Felhis ringt auch der Schweizer Erstligist YB Bern, doch die Tendenz des Tunesiers soll zu 1860 gehen. Angedacht ist ein Leihgeschäft.

Zum ablösefreien Pappas liegen bereits offizielle Stellungnahmen vor. Lienen und Stevic äußern sich zufrieden bis begeistert. „Pappas ist ein schneller, quirliger Spieler, der auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann“, sagt Stevic. „Dass er Qualität hat, sieht man schon daran, dass er bei den griechischen Topklubs Olympiakos Piräus und AEK Athen gespielt hat.“ Lienen, der Griechenland-Experte ergänzt: „Er hat bei Olympiakos, AEK und Xanthi mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke überzeugt und sehr häufig als Torvorbereiter geglänzt.“

Die Transferbörse der Löwen

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Lienens guter Ruf in Griechenland war wohl auch ein Grund für Pappas, das Angebot der Löwen anzunehmen. „Ich kenne Ewald Lienen, seit er Trainer bei Panionios Athen war“, wird der Neuzugang in einer Presseerklärung zitiert. „Wir wollten in den vergangenen Jahren immer schon mal zusammenarbeiten, das war aus verschiedenen Gründen leider nicht möglich. Ich freue mich sehr, dass es jetzt geklappt hat und ich mithelfen kann, den Verein nach vorne zu bringen.“ Doch zuerst muss der Grieche Deutsch lernen – und der 1860-Anhang seinen Namen. Aber: Wer Mate Ghvinianidze geschafft hat, wird auch bald Charilaos Pappas und Radhouane Felhi buchstabieren können. Vor allem, wenn das eintrifft, was die Löwen-Bosse versprechen: Erfolg.

Von Uli Kellner

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