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Frust pur: In Köln holte die Mannschaft von 60-Trainer Daniel Bierofka nur ein 0:0 – trotz langer Überzahl.

Nur 0:0 in Köln

Nullnummer in der Liga-Schießbude: Hey, Löwen, habt ihr nicht aufgepasst?

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Daniel Wein fand nach dem 0:0 in Köln harte Worte. „Ich weiß nicht, ob sich ein Unentschieden beschissener anfühlen kann“, sagte er gefrustet. Die Laune seines Trainers war auch nicht viel besser.

„Wir hatten gerade in der ersten Hälfte gute Chancen, aber die letzte Konsequenz hat uns gefehlt“, fasste Daniel Bierofka, der gleich zum Trainerlehrgang in Hennef blieb, das Spiel zusammen.

16 Kisten bekam die Fortuna in den letzten vier Spielen eingeschenkt – die tz hatte das ausführlich dokumentiert –, gegen die zahmen Löwen kam keine dazu. Sascha Mölders: „Das war kein Thema. Wir wussten, dass das keine Blinden sind – das ist in der Liga keine Mannschaft.“ Beim überzeugenden 2:0 gegen Zwickau war der einzige Kritikpunkt die schlechte Chancenverwertung gewesen – in Köln war die nicht besser. „Klar habt ihr da wieder versucht, Feuer zu legen, wie viele Chancen wir hatten – das ist uns aber wurscht“, sagte Mölders etwas dünnhäutig Richtung Presse. „Heute haben wir nicht den letzten Ball gespielt und uns keine klaren Dinger herausgespielt.“

Voting: 

Wer war der beste 1860-Akteur in der Partie bei Fortuna Köln?

Was die Laune nicht besser machte: Fast 40 Minuten spielten die Löwen nach der Gelb-Roten Karte gegen Maik Kegel (55.) in Überzahl. „Wie gegen Halle können jetzt alle schreiben: Die Blinden haben wieder eine halbe Stunde mit einem Mann mehr gespielt“, so Motzki-Mölders. „Uns macht das nichts! Wir wissen, dass wir das nächste Spiel gewinnen wollen. Der Rest ist uns wurscht.“

Löwen können Schießbude Fortuna nicht knacken - sechsmal die Note 4, einer kassiert die 5

Gegen Halle (1:1) war 1860 sogar 70 Minuten in Überzahl. „Wir haben es nicht geschafft, die Gefahr, die wir am Anfang der Saison hatten, wo wir in jedem Spiel getroffen haben, auf den Platz zu bringen – vor allem, wenn der Gegner zu zehnt ist“, sagte Torhüter Marco Hiller. „Uns hat vielleicht die Cleverness und der letzte Biss gefehlt, um ein Tor zu machen.“

Am Sonntag kommt Jena nach München. Die Thüringer bekamen in den letzten drei Spielen übrigens zwölf Gegentore… 

Lesen Sie auch: Löwen verzweifeln an der Schießbude der Liga - Bierofka: „Im Training vielleicht reinprügeln“

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