Löwen-Legende: Peter Grosser.
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Löwen-Legende: Peter Grosser.

Einer der Helden von 1966

Meister-Löwe Peter Grosser ist tot - Trauer beim TSV 1860 München

  • Alexander Kaindl
    vonAlexander Kaindl
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Der TSV 1860 München trauert um eine Legende: 1966 feierte er mit den Löwen den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte - nun ist Peter Grosser tot.

München - Peter Grosser ist tot. Die Vereinslegende des TSV 1860 München starb am 2. März im Alter von 82 Jahren. Das bestätigte der Klub aus Giesing. Grosser wurde am Dienstagmorgen tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Peter Grosser lief von 1963 bis 1969 für die Löwen auf. In diese Zeit fielen auch die größten Erfolge der Vereinsgeschichte: der DFB-Pokalsieg 1964 und der Meister-Titel 1966. Beim bislang einzigen Bundesliga-Triumph des TSV 1860 war Grosser als Kapitän maßgeblich beteiligt - insgesamt lief er 130 Mal für die Blauen in der deutschen Elite-Liga auf, dabei erzielte er 49 Tore. Ein weiteres großes Highlight seiner Karriere: das Endspiel des Europapokals der Pokalsieger 1965.

Peter Grosser ist tot: Trauer beim TSV 1860 München

Grosser ist ein echter Münchner, wurde 1938 in der Landeshauptstadt geboren. 1963 wechselte er vom FC Bayern zum TSV 1860. Grosser avancierte dort zum Regisseur und war einer der Leistungsträger in der Ära von Trainer-Legende Max Merkel. In der Meister-Saison steuerte der Mittelfeldspieler 18 Tore bei.

Grosser reifte auch zum Nationalspieler - wurde aber nicht für die WM 1966 in England nominiert. Nach der Saison 1968/1969 verließ er die Löwen, wechselte zu Austria Salzburg. Für die Österreicher absolvierte er bis zu seinem Karriereende 1975 164 Erstligaspiele und erzielte 32 Tore. Später war Grosser Trainer bei der SpVgg Unterhaching und Türk Gücü München, während der Bundesliga-Zeiten auch Vizepräsident der Hachinger.

TSV 1860 München trauert um Peter Grosser

Der TSV 1860 trauert um die Vereinslegende: „Die gesamte Löwen-Familie ist in tiefer Trauer. Peter Grosser hat nicht nur Titel mit dem TSV 1860 München gewonnen, sondern auch als Mensch in Giesing tiefe Spuren hinterlassen. Ruhe in Frieden!“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Grosser hatte ein bewegtes Leben. Vor allem der frühe Tod seiner beiden Söhne setzte ihm massiv zu. 1979 war Peter junior bei einem Autounfall im Alter von 19 Jahren ums Leben gekommen. 2008 erlitt sein Sohn Thomas, selbst Profi bei Haching, beim Hallenfußball einen Herzstillstand. Er wurde 42. „Ein Kind zu beerdigen, ist schon furchtbar. Aber zwei. Darüber kommst du nie hinweg“, sagte Grosser einmal.

Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes, erklärte: „Peter Grosser war ein echtes Münchner Kind, der den Fußball in der Stadt als Spieler, aber auch als Trainer geprägt und zu Erfolgen verholfen hat - und der auch nach seiner aktiven Karriere aus Überzeugung Verantwortung übernommen hat. Wir verlieren mit ihm einen großen Sportsmann und aufrichtigen Menschen. Wir sind in diesen schweren Stunden bei all denen, die mit diesem Verlust umgehen müssen.“

 (akl/sid)

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