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Pokalaus abgehakt - Kurz: keine Torwartdiskussion

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Auch Sven Bender (r.) konnte die HSV-Akteure, wie hier David Jarolim, nicht ins Straucheln bringen.
Auch Sven Bender (r.) konnte die HSV-Akteure, wie hier David Jarolim, nicht ins Straucheln bringen. © dpa

Hamburg - Ein wenig Hadern mit dem Schiedsrichter-Gespann, viel Selbstkritik beim niedergeschlagenen Torhüter - doch ansonsten war das Pokalaus des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München schnell abgehakt.

"Unsere Leistung war insgesamt in Ordnung, ein couragierter Auftritt", befand "Löwen"-Trainer Marco Kurz nach dem 1:3 (0:1) am Dienstagabend im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Bundesligisten Hamburger SV. So richtig schien das Pokalaus nur Torhüter Philipp Tschauner zu stören, der nach seinen Patzern am Boden zerstört war: "Das war mein schwächstes Spiel in meiner Laufbahn überhaupt", befand der 23-Jährige.

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Ausgerechnet der künftige FC Bayern -Stürmer Ivica Olic hatte mit seinem Dreierpack (44. Minute/78./85.) den Sieg des Favoriten praktisch im Alleingang herausgeschossen, den Gästen blieb nur der Ehrentreffer durch Daniel Bierofka (86.). "Weil ich jetzt zwei Spiele nicht mitmachen kann, habe ich richtig Gas gegeben", erklärte der Angreifer, der auch beim Bundesliga-Gipfel am Freitag gegen seinen künftigen Arbeitgeber gesperrt ist, seinen starken Auftritt. "Das macht mich sehr traurig", sagte der 29-Jährige. "Ich kann es irgendwie noch gar nicht glauben, dass ich nicht spielen kann."

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"Dass die Situation beim 0:1 Abseits ist, darf man als Linienrichter auch sehen", haderte Kurz nach der Niederlage mit den Unparteiischen. "Ich weiß nicht, wo die da hingeschaut haben." Der Rest war Formsache - und das Missgeschick von Torhüter Tschauner. "Das zweite und dritte Tor waren undankbare Bälle, die ich aber haben muss", räumte der 23-Jährige ein. "Das zwingt mich zum Arbeiten."

"Es war mit Sicherheit nicht sein Tag", sagte Trainer Kurz zu den Fehlgriffen seines Schlussmanns. "So etwas ist immer bitter für einen Spieler, aber man darf die Niederlage nicht nur an ihm festmachen. Es wird bei uns überhaupt keine Torwartdiskussion geben." Und Neuzugang Sascha Rösler attestierte: "Tschauner muss man nicht aufbauen - er war in der Vorrunde einer der überragenden Torhüter in der 2. Liga."

So stand am Ende eine Niederlage, die aber niemanden so richtig zu stören schien. "Unsere Mannschaft hat sich gut präsentiert und die Neuzugänge haben gezeigt, dass sie uns verstärken", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter. "Die geschätzten 300 000 Euro aus den Zuschauereinnahmen sind ein kleiner Trost trotz der Niederlage und bedeuten für uns mehr als für den HSV."

Von Franko Koitzsch und Michael Fox, dpa

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