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Posse um Reuters Kündigung - auch er geht in Unfrieden

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Stefan Reuter, ehemaliger Sportdirektor des TSV 1860 München, verlässt die Geschäftsstelle des Vereins.
Stefan Reuter, ehemaliger Sportdirektor des TSV 1860 München, verlässt die Geschäftsstelle des Vereins. © dpa

München - Die Kunst, Angestellten einen würdigen Abschied zu bereiten, fiel den Löwen noch nie leicht. Mit dem früheren Geschäftsführer Stefan Ziffzer stehen weitere Treffen vor dem Arbeitsgericht an, gestern nun wurde die Zusammenarbeit mit Ziffzers Ex-Partner Stefan Reuter beendet.

Auch er ging im Unfrieden – und unter merkwürdigen Umständen. Als Reuter um 11.45 Uhr nach einem letzten Gespräch mit dem Präsidium zum Parkplatz schlenderte, seinen Frust hinter einem dünnen Lächeln versteckend, sagte er: „Ich bin beurlaubt worden.“

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20 Minuten später dann die Version des Präsidenten. Rainer Beeck stellte sich vor die Presse und behauptete: „Wir sind mit Herrn Reuter in Gesprächen über ein geändertes Aufgabenbild.“ Erst auf Nachfrage klärte Vize Franz Maget auf, dass der bestehende Reuter-Vertrag aus arbeitsrechtlichen Gründen „ausgesetzt wurde“, was aber nicht heißen müsse, das die Zusammenarbeit beendet sei. Beeck sagte, er hoffe, dass Reuter sich für das Angebot entscheide, künftig Sponsoren- statt Kaderpflege zu betreiben: „Das hoffe ich wirklich.“

Natürlich wird es dazu nicht kommen. Bevor Reuter in seinen Audi Q7 kletterte und winkend davonfuhr, wünschte er „der Mannschaft und den Mitarbeitern von Herzen alles Gute für die Zukunft.“ Das Präsidium schloss er nicht in seinen Abschiedsgruß ein. Nachfolger Miroslav Stevic auch nicht. Immerhin: Mit dem Weltmeister, der drei Jahre lang die sportliche Verantwortung trug, wird es kein Wiedersehen vor Gericht geben. Reuters Vertrag kann per Option bis Ende März gestoppt werden. Er wird bis Ende Juni sein gewohntes Gehalt beziehen – das war’s dann.

ulk

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