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Baierl, Mattes und Bierofka seht ihr bei der Wahl des besten Trainers 2018 ganz vorne. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen war es am Ende um den ersten Platz.

Ergebnisse zum Trainervoting in der Regionalliga Bayern

Baierl, Mattes oder Bierofka? - Das ist euer Trainer 2018 der Regionalliga 

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Ein mitreißendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich bei uns im Voting zwei der insgesamt 32 zur Wahl stehenden Trainer der Regionalliga Bayern. Nur 29 Stimmen entschieden am Ende, wer sich den Titel „Bester Coach 2018“ auf die Trainer-Krone schreiben darf.

3. Platz mit 276 Stimmen: Daniel Bierofka (TSV 1860 München)

Unseren Drittplatzierten müssen wir euch wohl kaum vorstellen. Obwohl sich Bierofka im Sommer, wie gewünscht, mit seinen Löwen in die 3. Liga verabschieden konnte, habt ihr ihn auf den Bronze-Rang gewählt. Die Giesinger Aufstiegs-Euphorie war unbeschreiblich und scheint bis heute noch nicht gänzlich verglimmt zu sein . Biero ist aber einfach auch ein Original. Markige Sprüche wie "Wer rasiert, verliert" gehören zum 39-Jährigen, wie der Bart selbst. Wir hoffen, dass der dritte Platz im Trainer-Ranking, dem sonst oft so grummeligen Biero zumindest ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Auch wenn es wohl keine Entschädigung fürdie ausgefallene Weihnachtsfeier sein wird.

2. Platz mit 502 Stimmen: Markus Mattes (VfB Eichstätt)

Der Erfolg des VfB Eichstätt in den letzten Jahren ist in vielen Köpfen eng mit einem Namen verbunden: Markus Mattes. Der 43-Jährige ist seit 2015 und damit die fünfte Saison in Folge, der Mann an der Seitenlinie der Universitätsstadt. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg findet sich Eichstätt in einer komfortablen Situation wieder: Nach einem siebten Rang in der vergangenen Saison, startet die Mattes-Elf 2019 als Zweitplatzierter in die Rückrunde der Regionalliga, mit 44 Zählern punktgleich mit den Bayern-Amateuren. Die zweite Mannschaft des Rekordmeisters hat jedoch noch zwei Trümpfe in der Hinterhand: Die Nachholspiele gegen Augsburg II und Ingolstadt II. 

„Das hätte ich nicht erwartet“, gibt Markus Mattes im Vorort-Interview zu. „Wir haben eine Welle erwischt und dann geht Vieles einfach leichter“.

Mattes selbst war früher unter anderem als aktiver Spieler beim Landesligisten BC Aichach und Bayernligisten SV Lohhof unter Vertrag. Damals entschied er sich trotz Angeboten gegen den Schritt in den Profifußball und bereut dies bis heute nicht. Als Zeitsoldat spielte er jedoch in der Militär-Nationalmannschaft schon mit Fußballgrößen wie Sebastian Kehl und Benjamin Lauth.

Nach seiner aktiven Spielerkarierre kehrte er zu seinem Heimatverein SV Karlshuld  zurück und sammelte dort als Spielertrainer erste Coaching-Erfahrungen. Beim Bezirksligisten TSV Rohrbach, den er in der Bezirksliga Oberbayern Nord etablierte, schaffte er schließlich den Durchbruch als Trainer.

2015 nahm er schließlich das Angebot für den Trainerposten beim VfB Eichstätt an und blieb dem Verein bis heute treu. Damit verdient er sich bei den Fupa-Lesern den zweiten Rang im Kampf um den Titel „Bester Trainer 2018“.

1. Platz mit 531 Stimmen: Stephan Baierl (FC Memmingen)

Ganz knapp, mit nur 29 Stimmen Vorsprung, holt sich Stepan Baierl in einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit Markus Mattes den ersten Platz in unserem Trainervoting. Vor einem halben Jahr war er der große Held in Memmingen. In einer aussichtslosen erscheinenden Situation kam er zur Winterpause der vergangenen Saison als neuer Trainer zum FCM. Über den sechzehnten Tabellenplatz retteten sich die Oberschwaben am Ende der Saison in die Relegation und mit einem Sieg gegen den TSV Rain anschließend zum Klassenerhalt.

Happy End, könnte man jetzt denken, aber nein: Wirft man einen Blick auf die Regionalligatabelle, so entsteht der Eindruck die Erfolgsgeschichte des akribischen Videoanalyse-Fans mit dem FC Memmingen hätte gerade erst begonnen. 

Nach einem halben Jahr der Eingewöhnung in der neuen Spielklasse scheint der ehemalige Ulmer im schönen Bayern richtig durchstarten zu wollen: Schon 17 Tage nach dem Erfolg des abgewendeten Abstiegs, mussten die Memminger wieder auf den Platz, um sich für die nächste Saison fit machen zu lassen. Fünf Mal pro Woche wurde trainiert oder gespielt und das scheint sich auszuzahlen: Im Tabellenkeller sucht man die Mannschaft in diesem Jahr vergeblich. Erst wenn man seinen Blick ein ganzes Stück weiter nach oben schweifen lässt, findet man den FC Memmingen. Auf Platz sechs mit 35 Zählern und punktgleich mit den beiden Vorangehenden, Schweinfurt und Wacker Burghausen, scheint die Mannschaft völlig verwandelt.

Das seht auch ihr so und wählt Baierl mit 531 Stimmen zum besten Trainer 2018 der Regionalliga. 

Nicht an einem einzigen Spieltag stürzten die Memminger in der Vorrunde unter den sechsten Tabellenplatz. Baierls Kommentar zur aktuellen Situation: „Tief stapeln brauchen wir jedenfalls nicht mehr. Das kauft uns niemand mehr in dieser Saison ab. Wenn wir nach der Saison noch absteigen sollten, gehe ich freiwillig von Bord.“

Ziel für die Rückrunde soll das Einbinden weiterer junger Spieler sein. Dieses Vorgehen war auch schon das Erfolgsrezept für die Hinrunde, verrät der 42-Jährige im Vorort-Interview: „Ich habe das Gesicht der Mannschaft verändert. Einige arrivierte Spieler mussten raus. Das fand keiner von den Betroffenen gut, aber wir brauchten mehr Tempo. Deshalb haben wir viele junge Spieler in die Mannschaft eingebunden.“

Das Endergebnis im Detail.

Erklärung zum Voting: Zur Wahl standen alle Trainer, die im Laufe der Rückrunde 2017 und der Hinrunde 2018, die Seitenlinie besetzten. Insgesamt 2364 Stimmen gaben die Leser für die besten Trainer des Jahres der Regionalliga, ab. Das Voting lief vom 28.12 bis zum 05.01.2019. Abgestimmt wurde nicht nach sportlicher Leistung, sondern nach abgegebener Stimme der Fussball Vorort Leser

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