Ein Schneeräumer bearbeitet den Trainingsrasen des TSV 1860.
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Wintereinbruch in Giesing: Der Räumdienst wird heute auch im Grünwalder Stadion gefragt sein.

TSV 1860: Topspiel soll stattfinden

„Wir gehen davon aus, dass auf wunderschönem Rasen gespielt werden kann.“

  • Uli Kellner
    VonUli Kellner
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Der Wintereinbruch in München gefährdet auch das Topspiel der Löwen gegen den FC Ingolstadt. Droht eine Absage? Nein, sagt der Tabellendritte aus Giesing. Das Vertrauen der Löwen in ihre Platzwarte ist groß.

In seine Lobeshymen am Freitag („Elf Krieger“, „Hiller hat sich unsterblich gemacht“) mischte Michael Köllner auch diesen Satz: „Jeder erfüllt seinen Job hier zu 1860 Prozent.“

Einsatz über das Normalmaß muss auch der Platzwart leisten, damit der Rasen im Grünwalder Stadion bis zum Anpfiff des Ingolstadt-Spiels (Montag, 19 Uhr, live bei MagentaSport) vom Schnee befreit wird. Von einer Absage geht keiner aus, das Vertrauen der Löwen in Greenkeeper Günther Kaiser ist groß. „Wir gehen fest davon aus, dass wir auf wunderschönem Rasen spielen werden“, erklärte 1860-Sprecher Rainer Kmeth: „Es sind ja auch keine Tribünen zu räumen und weniger Zuwegungen als üblich. Ein Zuckerl von Alleskümmerer Köllner gab’s bereits vor Weihnachten: „Mit einem kleinen Präsent haben wir persönlich zum Ausdruck gebracht, dass die einen Superjob machen. Sie sind ja nur zu zweit. Das ist keine Armanda an Platzwarten, wie das in großen Stadien der Fall ist.“

Finale Entscheidung am Montag um die Mittagszeit

Köllners Begeisterung für Kaisers Zwei-Mann-Team rührt auch daher, dass sich der 1860-Coach auf eine rasentechnisch schwierige Saison eingestellt hatte. „Ich hatte größte Bedenken, als sich abgezeichnet hat, dass nun auch Türkgücü seine Heimspiele im Grünwalder austragen wird (neben 1860 und Bayern II). Meine Befürchtungen sind aber zum Großteil widerlegt worden. Die Plätze sind wirklich in einem Topzustand - bis auf die Strafräume, wo der Rasen nicht richtig angewachsen ist; da können aber die Platzwarte nichts dafür.“ Wie so oft im Leben ist es der Blick über den Tellerrand, der einen das zu schätzen lehrt, was man hat. „Wir waren in vielen Stadien, in denen nur eine Mannschaft spielt“, so Köllner, „und da war der Platz 1000-mal schlechter als der im Grünwalder. Wie unsere Platzwarte auch im Herbst den Rasen hinbekommen haben - einfach sensationell!“

Die finale Entscheidung, ob das Topspiel gegen Ingolstadt ausgetragen werden kann, wird am Montag um die Mittagszeit erwartet.

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