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Selbstvertrauen im Reisegepäck

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- München - Hatte Falko Götz vor Wochenfrist noch als Bücherwurm und (Vor)Leseratte auf sich aufmerksam gemacht, kam er in diesen Tagen nicht umhin, des Öfteren den Fernseher einzuschalten. Am internationalen Spieltermin waren auch seine Löwen mit einem halben Dutzend Akteure beteiligt, und um alle zu sehen, zappte sich der Trainer zwei Abende lang durch die verschiedenen TV-Programme. Dienstag: U 21 gegen die Schweiz mit Andreas Görlitz (1:0), am Mittwoch dann ein wahres Triple-Feature mit Vor-, Haupt- und Nachspiel.

Die U 20 mit Baier und Lehmann als Appetitanreger (2:1 gegen Italien), anschließend der Kroatien-Kick der Völler-Elf mit einem zehnminütigen Lauth-Auftritt, im Nachtprogramm schließlich Tyces Tschechen beim 2:2 gegen Italien. Nur von Agostinos erstem Einsatz für Australien nach mehr als zwei Jahren drangen weder Bilder noch Ergebnis zum Löwen-Coach vor. "So schnell hat der Buschfunk leider nicht funktioniert." Zu Ihrer Information, Herr Götz: Agostino erzielte beim 1:1 in Venezuela den Führungstreffer.

Geht doch, ist man da geneigt zu sagen. Nachdem kein einziger Löwe mit einer Niederlage im Gepäck heimgekehrt ist, besteht Hoffnung, dass sie künftig auch im Zusammenspiel etwas erfolgreicher abschneiden werden. Götz: "Ich denke, dass so was schon mal vom Alltag ablenkt und dass der eine oder andere seine frisch gewonnenen Eindrücke positiv umsetzen kann."

Es steht immerhin einiges auf dem Spiel morgen in Wolfsburg. Ein Sieg würde 1860 nicht nur Luft im Abstiegskampf verschaffen, es besteht auch die Gelegenheit, ein weiteres (nur zwei Punkte entferntes) Team mit in den Sumpf hineinzuziehen. Wobei man die Lage bei den Löwen bei weitem nicht so dramatisch sieht wie im leicht panisch gewordenen Umfeld. "Was ist denn passiert?", gibt sich Götz gelassen, "wir haben ein Spiel verloren, sind aber weit davon entfernt, den Kopf zu verlieren." Torhüter Michael Hofmann: "Wir wissen, dass wir alles selber in der Hand haben." Und in einem Punkt ist er sich auch ganz sicher: "Ich weiß, dass wir auf jeden Fall mit elf Mann auflaufen werden." Torben Hoffmann fällt zwar grippekrank aus, doch die gleichfalls vom Virus befallenen Costa und Davids können die Reise mitmachen.

Ganz nebenbei kommt es in Wolfsburg auch zu einem Wiedersehen mit Simon Jentzsch. Hofmann will dem ehemaligen Kollegen und Vorgänger im Tor die Hand schütteln. Nach dem Spiel - und egal, wie das Spiel ausgeht. Aber: "Ich hoffe, dass er nicht gerade gegen uns einen Mördertag erwischt."

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