Otto Steiner.

Steiner kündigt Änderungen an

"Wir sind wie die Volldeppen dagestanden"

  • Gregory Straub
    vonGregory Straub
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München - Aufsichtsratsvorsitzender Otto Steiner war am Freitag mit einigen anderen Löwen zu Gast im Dorfstüberl in Raubling, um sich den Sechzger-Fans zu stellen. Der 49-Jährige tätigte interessante Aussagen.

Aufsichtsratsvorsitzender Otto Steiner war am Freitag zu Gast im Dorfstüberl in Raubling, um sich den Löwen-Fans zu stellen. Die Fanclubs der Region (ARGE Region 6) unter Vorstand Christian Schmidbauer hatten eingeladen, und Steiner ließ es sich nicht nehmen, zu einigen Dingen Position zu beziehen.

Über das Durcheinander um Investor Hasan Ismaik und die vermeintliche Verpflichtung von Sven Göran Eriksson als sagte Steiner: "Die Personalie Eriksson wurde sicher nicht ganz glücklich gelöst. Ich kann jeden verstehen, der sich mit Kopfschütteln abgewendet hat", so Steiner. Für Ismaik bringt Steiner allerdings Verständnis auf: "Für mich sind die Motive von Ismaik nachvollziehbar. Es ist schließlich sein Geld. Aber natürlich sind wir in der Sache Eriksson wie die Volldeppen dagestanden.“

Des weiteren verriet Steiner, dass Hamada Iraki weiterhin als Berater unterstützend für die Sechzger arbeiten werde und Ansprechpartner für die Löwen bleibe. 

Die gravierendsten Aussagen traf Steiner über die ursprünglich für März angesetzte Mitgliederversammlung, in der die Präsidiums-Neuwahl ansteht. Die Versammlung werde "nicht vor Mai" stattfinden, sagte Steiner. Zur Aufstellung im Aufsichtsrat kündigte der Vorsitzende an, dass kurz- und mittelfristig ein Mitglied mit hoher sportlicher Kompetenz und Fußballsachverstand dazu stoßen werde. "Ich habe da die einen oder anderen ehemaligen Löwen-Spieler im Blick, mit denen ich in Gespräche treten werde."

Offene Ohren fand Steiner auch beim Thema Stadion. "Wir brauchen einen Löwenkäfig, ein eigenes Stadion." Nur mit einer eigenen Heimat könne man wieder eine eigene Marke werden, sagte der 49-Jährige. Schlussendlich stellte Steiner fest, dass man als Marke, als 1860 und Fan von 1860 eine Parole herausstellen müsse. "Wir sind cooler, wir sind lauter, wir sind Sechzig." Bei den Löwen sei laut Steiner nachweislich selbst mit 20.000 Zuschauern mehr Stimmung als bei ausverkauften 69.000 beim Nachbarn. Dies sei ein Markenzeichen, das gepflegt und ausgebaut gehöre.

tz

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