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Sieg und Schock für die Löwen

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José Holebas (zweiter v. l.) freut sich über seinen Kopfballtreffer zum 1:0. © dpa

München - Zweitligist TSV 1860 München hat seine Mini-Krise beendet. Dank einer Steigerung nach schwacher erster Halbzeit bezwangen die “Löwen“ am Samstag im bayerischen Derby den fränkischen Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth mit 3:1 (0:0).

 Damit schafften die Löwen den Sprung aus dem Tabellenkeller. José Holebas (51. Minute), Benjamin Lauth (74.) und Alexander Ludwig (90.+2) per Foulelfmeter sorgten vor 26 000 Zuschauern für die “Löwen“-Tore, Leonhard Haas konnte nur verkürzen (89.). Die Gäste stecken nach der zweiten Niederlage hintereinander erst einmal im Mittelfeld fest.

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“Alles im Leben braucht seine Zeit“, hatte “Löwen“-Sportdirektor Miroslav Stevic nach dem mäßigen Saisonstart seiner Mannschaft vor der Partie den Rücken gestärkt. Auf dem Spielfeld kam es für die Hausherren zunächst knüppeldick: Hoffnungsträger Florin Lovin musste nach nur sechs Minuten nach einem Pressschlag mit mit einer Verletzung den Platz verlassen. Der Rumäne zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt mehrere Monate aus.  Dann hatten die Gäste durch Asen Karaslawow (5.) und Youssef Mohktari (32.) beste Torgelegenheiten.

Hinter den Kulissen der Löwen

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Nach dem Wechsel machten es die “Löwen“ besser: Holebas war nach einer Ecke zur Stelle und wuchtete den Ball per Kopfstoß ins Tor. Als Mirko Hrgovic (63.) wegen einer angeblichen Tätlichkeit die Rote Karte sah, war die Partie so gut wie gelaufen. Zwar gerieten die Löwen nach Haas‘ Anschlusstor nocheinmal kurz unter Druck, doch Ludwigs Elfmetertor in der Nachspielzeit machte alles klar.

„Der Sieg heute war unheimlich wichtig und auch verdient. Wir haben den Ball gut laufen lassen, auch wenn das nach der Roten Karte für den Gegner natürlich etwas leichter war. Insgesamt war die Leistung okay“, sagte Torschütze Benny Lauth nach dem Spiel.

Thema des Tages war aber trotz des Sieges die schwere Verletzung von Florin Lovin. Die Diagnose von Teamarzt Dr. Alois Engelhardt besagt eine “Ruptur des vorderen Kreuzbandes und einen Innebandriss im linken Knie“.

Der 27-Jährige wird am Sonntag von Dr. Englhard in der Gräfelfinger Wolfart-Klinik operiert und voraussichtlich mindestens sechs Monate ausfallen. „Das ist sehr bitter für den Jungen“, so Trainer Ewald Lienen resigniert. „Florin Lovin war der Dreh- und Angelpunkt in unserem Spiel, er ist ein herber Verlust für uns. Aber wir werden versuchen, seinen Ausfall im Kollektiv zu kompensieren.“

In der Halbzeit habe sich die Mannschaft „auf einen Sieg für Flo eingeschworen“, berichtete der Trainer nach der Partie. „Die Spieler haben in der zweiten Hälfte gezeigt, dass sie das Spiel unbedingt für ihn gewinnen wollten!“

dpa/tz 

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