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Nur Neuhaus‘ Treffer macht den Löwen Hoffnung

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Von: Ludwig Krammer, Florian Fussek

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Was für eine Erleichterung: Florian Neuhaus bejubelt seinen Treffer zum 1:1.
Was für eine Erleichterung: Florian Neuhaus bejubelt seinen Treffer zum 1:1. © dpa

Sechzig ist im Relegations-Hinspiel in Regensburg mit einem blauen Auge davongekommen. Dank eines späten Treffers von Florian Neuhaus haben die Löwen nun die besseren Karten.

Update vom 29. Mai 2017: Schaffen die Löwen den Klassenerhalt? Nach dem 1:1 in Regensburg müssen sie am Dienstqag in der Allianz Arena antreten. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Relegations-Rückspiel TSV 1860 München gegen SSV Jahn Regensburg live im TV und im Live-Stream sehen können.

Regensburg - Die Löwen-Fans jubelten in der Kurve, die Mannschaft bedankte sich mit artigem Applaus. Nach dem 1:1 (0:1) im Relegations-Hinspiel bei Jahn Regensburg haben die Löwen im Rückspiel am Dienstag (18 Uhr, bei uns im Live-Ticker) noch alle Chancen, die Saison mit zwei blauen Augen zu beenden. Florian Neuhaus (20) ließ die in der ersten Halbzeit erschreckend schwachen Sechziger mit seinem Treffer in der 78. Minute aufatmen, Stefan Ortega parierte fünf Minuten später einen Elfmeter gegen Geipl. Schon ein 0:0 würde damit am Dienstag reichen. Allerdings muss der TSV im Rückspiel auf Romuald Lacazette (5. gelbe Karte) und Marin Pongracic (gelb-rot) verzichten.

Trainer Vitor Pereira hatte die selbe Elf wie in Heidenheim aufgeboten. Auch die Bilder und Töne im 1860-Fanblock erinnerten stark an die Vorwoche. Ohne Rauchbomben und Bengalos geht es anscheinend nicht bei den geistig Ärmsten des blauen Anhangs.

Doppelfaust: Löwen-Trainer Vitor Pereira lässt sich von den mitgereisten Fans feiern.
Doppelfaust: Löwen-Trainer Vitor Pereira lässt sich von den mitgereisten Fans feiern. © sampics / Stefan Matzke

Lais köpft unbedrängt ein

Und ohne amateurhafte Deckungspatzer nicht bei den Spielern. Zwei Minuten waren gespielt, da hatte es bereits eingeschlagen im Kasten der Löwen - wie so oft in dieser Saison nach einem ruhenden Ball. Marc Lais durfte die Ecke von Erik Thommy aus fünf Metern ungedeckt einköpfeln, Abdoulaye Ba und Marin Pongracic gaben eine miserable Figur ab.

Der frühe Rückstand - pures Gift fürs ohnehin kaum vorhandene Selbstvertrauen. Mit einfachen Fehlpässen (Lacazette!), schwachem Stellungsspiel (Busch!) und übler Zweikampfquote (alle) setzten die Löwen den Trend der letzten Wochen nahtlos fort. Keeper Stefan Ortega, zuletzt schon gegen Bochum und in Heidenheim unglücklich, hatte Dusel, dass Jahn-Stürmer Marco Grüttner den versprungenen Ball beim Rückpass in der 5. Minute nicht zum zweiten Tor nutzte.

Mölders avanciert zum Abseitskönig

Entlastungsangriffe? Kaum zu sehen. Abseitskönig Sascha Mölders vergab die einzige 1860-Chance im ersten Durchgang, als er eine Flanke von Lumor freistehend neben den linken Pfosten köpfelte (11.). Die Regensburger waren dem zweiten Tor wesentlich näher als die konfusen Sechziger dem Ausgleich. Negativer Höhepunkt aus Sicht der Löwen: die gelbe Karte für Romuald Lacazette wegen Meckerns nach einer Einwurf-Entscheidung. Es war die fünfte im Saisonverlauf für den Franzosen, der beim Rückspiel in der Arena damit gesperrt ist.

Heftige Kritik: Das war amateurhaft!

Pereira holte Lacazette konsequenterweise noch vor dem Pausenpfiff vom Feld, brachte Florian Neuhaus. Doch am Spiel änderte auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Regensburg blieb die gefährlichere Mannschaft, auch wenn die Löwen nun besser dagegenhielten und nach rund einer Stunde ein optisches Gleichgewicht hergestellt hatten. Mit dem Doppelwechsel Gytkjaer für Aigner und Olic für Mölders (64.) setzte Pereira einen Impuls, der sich auszahlen sollte. Regensburg wirkte körperlich nicht mehr ganz auf der Höhe, die Löwen kamen nun aussichtsreicher vors Tor der Oberpfälzer ohne die ganz großen Chancen zu bekommen.

Jubel in Blau: Nach seinem Treffer wollen die Kollegen Florian Neuhaus (2. v. l.) umarmen.
Jubel in Blau: Nach seinem Treffer wollen die Kollegen Florian Neuhaus (2. v. l.) umarmen. © MIS

Neuhaus verwertet Busch-Flanke

Der beste Angriff führte zum Ausgleich. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld konterten die Sechziger über Marnon Busch, dessen Flanke Neuhaus vom Elfmeterpunkt volley ins rechte untere Eck versenkte (78.). Doch Neuhaus sollte nicht der einzige Held dieser emotionalen Berg- und Talfahrt bleiben. Nach der gelb-roten Karte für Pongracic (80.) versuchten die Löwen, das 1:1 nach Hause zu spielen, was - natürlich - fast schiefgegangen wäre. Dieses Mal war es Ba, dem gegen Pusch ein Foul im Strafraum unterlief. Doch der vielgescholtene Ortega parierte den von Geipl in die Mitte geschossenen Elfmeter mit dem rechten Bein (83.).

Der verdiente Sieg blieb den Regensburgern also verwehrt. Im Nachteil müssen sie sich beim Rückspiel mit dem 1:1 trotzdem nicht wähnen. Diese Mannschaft ist gefährlicher als vor zwei Jahren Holstein Kiel. Gut möglich allerdings, dass bei 1860 am Dienstag Kai Bülow auflaufen wird…

ffu, lk

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