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Otto Steiner

Aufsichtsratschef meldet sich zu Wort

Steiner: "Davor kann man nur den Hut ziehen"

München - Otto Steiner meldet sich zu Wort. Der e.V.-Aufsichtsratschef ist bemüht, die Wogen zu glätten - und schickt einen eindringlichen Aufruf an die Beteiligten am 1860-Chaos.

Der TSV 1860 hat seinem Ruf als Chaos-Verein - leider - einmal mehr alle Ehre gemacht. Nach einer Mammutsitzung stellten sich vor einer Woche um kurz vor 3 Uhr die Verantwortlichen vor die Geschäftsstelle und verkündeten, dass Sven-Göran Eriksson zum Trainerstab stoßen werde. Dem Wunsch des Investors wollten die Sechziger nachkommen - doch am Freitag folgte der große Katzenjammer: Eriksson sagte den Löwen ab und ging inzwischen zu Al Nasr.

"Es war eine chaotische Woche", räumt nun Otto Steiner via BR ein. Der e.V.-Aufsichtsratsboss steht selbst ein wenig in der Kritik, weil er nach der Nachtsitzung den Konjunktiv vergessen hat und den Anschein erweckte, die Eriksson-Inthronisierung sei nur noch Formsache.

Steiner bemüht sogar die roten Rivalen, um zu demonstrieren, was bei den Blauen falsch läuft. "Es tut natürlich weh, wenn man sieht, wie unsere roten Nachbarn höchst professionell einen Mega-Deal eingefädelt haben, vor dem man nur den Hut ziehen kann, ohne dass es jemand mitgekriegt hat." Bei den Löwen das genaue Gegenteil: "Bei uns ist es wieder in die Öffentlichkeit geraten, und jeder diskutiert mit. Und wer weiß, wer sich gegenseitig ans Bein pinkelt."

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Immerhin darf sich Steiner über Lob vom Investor freuen. "Ich sehe, dass einige unserer Partner sich wirklich um eine Zusammenarbeit bemühen", so Hasan Ismaik im tz-Interview. "Namentlich will ich Otto Steiner und Siegfried Schneider nennen, die das Wohl des Klubs in den Vordergrund stellen."

Dass sich Eriksson veräppelt fühlte und laut öffentlicher Aussage auf eine Kontaktaufnahme wartete, als es diese längst gegeben hatte, wundert auch Steiner. "Erklären kann ich mir das ehrlich gesagt nicht. Ob es auch gezielte Unwahrheiten sind, das kann man ja im Umfeld von 1860 nicht ausschließen. Ich verlasse mich auf das Wort von Robert Schäfer, er hatte ein klares Mandat, einen klaren Auftrag. Wir waren permanent in dieser Woche in Kontakt."

Über den BR schickt Steiner nun einen Aufruf an alle Beteiligten, gemeinsam an einem Strang zu ziehen: "Wir müssen die Partnerschaft endlich leben."

lin

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