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Trainerdiskussion bei den Löwen: Jetzt spricht Cassalette

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Von: Ludwig Krammer, Denis Huber

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Peter Cassalette zweifelt vor den Relegationsspielen nicht an seinem Trainer Vitor Pereira.
Peter Cassalette zweifelt vor den Relegationsspielen nicht an seinem Trainer Vitor Pereira. © sampics / Stefan Matzke

Nach dem Gang in die Relegation steht auch Löwen-Coach Vitor Pereira in der Kritik. Erste Diskussionen sind aufgetaucht, ob der Portugiese gegen Regensburg noch auf der Bank sitzt. Nun hat sich Präsident Cassalette geäußert.

München - „Das war ein Witz, oder?“, fragte Vitor Pereira, der von einem Lachen so weit entfernt war wie sein TSV 1860 München von der irgendwann mal wieder anvisierten Rückkehr in die Bundesliga. Der Trainer meinte nicht die verpasste Rettung im Abstiegskampf, sondern eine Frage in der Pressekonferenz nach dem 1:2 in Heidenheim, ob er denn zur Relegation überhaupt noch auf der Bank sitzen werde. Eine Antwort gab er nicht, die Frage war ihm nicht „seriös“ genug.

Aber was ist schon seriös bei einem Verein wie den Münchner „Löwen“, der trotz reichlich Geldmitteln, einem Champions-League-erfahrenen Trainer und einem vom FC Liverpool geholten Manager am Freitag zum ersten Abstiegs-Relegationsspiel bei Jahn Regensburg antreten muss?

„We go to the top“, hatte Pereira den Sechzigern beim Amtsantritt im Winter versprochen. Eine Halbserie später stand der Portugiese in Heidenheim an der Seitenauslinie, schüttelte nach den späten zwei Gegentoren immer wieder den Kopf und hielt sich die Augen zu. „Diese Niederlage ist schwer zu verdauen“, sagte Pereira am Sonntagabend.

Was kann den „Löwen“ noch helfen? Weder Versuche mit verschiedenen Aufstellungen noch immer wieder neue Kapitäne oder sogar ein Kurztrainingslager vor dem Heidenheim-Spiel im Allgäu konnten den Gang in die Relegation verhindern. Unter diesen Gesichtspunkten schien die Frage nach der Zukunft von Pereira nicht so abwegig.

Doch offenbar stehen die Verantwortlichen nach wie vor zu ihrem Coach. „Wir stehen alle voll hinter dem Trainer und seinem Team und vertrauen ihm und der Mannschaft für die Relegationsspiele! Mehr gibt es von meiner Seite im Moment nicht zu sagen!“, erklärte Präsident Peter Cassalette auf unsere Anfrage.

Der enttäuschte Coach glaubt an die Rettung. Jedenfalls sagte er das vor Beginn der wichtigsten Woche der Saison. „Ich glaube, dass wir es durch unsere Qualität und unsere Arbeit verdient haben, dass wir es packen“, sagte er. Manager Ian Ayre, mit dem Geldgeber Hasan Ismaik eigentlich nach chaotischen Jahren des sportlichen Niedergangs in Richtung Aufstieg schielen wollte, forderte: „Wir müssen wieder aufstehen und in den zwei Relegationsspielen alles geben.“

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„Es hilft alles nichts“, fasste Ur-Löwe Stefan Aigner zusammen. „Wir müssen das abhaken und haben zwei Bonusspiele, die wir nutzen müssen. Es liegt an uns selber.“ Bei einem Sieg in Heidenheim „hätten wir mit einem blauen Auge davon kommen können“. Ein Erfolg in der Relegation wären dann wohl zwei blaue Augen - aber immerhin nicht der finale Knockout.

dh/lk mit Material von dpa

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