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Zuschauer wider Willen: Ziereis, Mölders (r.).

Von Bonmann über Mölders bis Wein

Schmerz lass nach

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Welche Sorgenlöwen bald zurückkommen, welche noch etwas Geduld aufbringen müssen.

München – Daniel Bierofka klopfte dreimal auf den Holztisch und vergaß auch die Zauberformel nicht. „Toi, toi, toi“, sagte der Löwen-Trainer, der zufrieden Auskunft über die Personallage zum Start in die 3. Liga gegeben hatte. „Wir haben keine Verletzten, die ganze Vorbereitung schon nicht“, sagte er. Mit seiner abergläubischen Geste brachte er zum Ausdruck: Möge es doch bitte so bleiben . . .

Fünf Wochen später haben Ärzte und Physios deutlich mehr zu tun. Nono Koussou (Schambein) ist längst nicht mehr der einzige 1860-Profi im Krankenstand. Ein halbes Dutzend teils erfahrener Kollegen hat sich hinzugesellt. Unser Bulletin zeigt, wer wann zurückerwartet wird.

Sascha Mölders: Das prominenteste Löwen-Sorgenkind stand gestern schon wieder auf dem Trainingsplatz. Ein Knochenödem, zugezogen Anfang 2017 (!), macht Sascha Mölders von Zeit zu Zeit zu schaffen, doch der Relegationsheld ist es gewohnt, auf die Zähne zu beißen. Zuletzt im Totopokal durfte sich Mölders schonen. Am Samstag, wenn es in Rostock um wertvolle Auswärtspunkte geht, wird der Sturmroutinier ziemlich sicher seine Dienste zur Verfügung stellen.

Daniel Wein:Ähnliches gilt für den Stammsechser der Aufstiegssaison, dem schon länger Probleme am Sprunggelenk zu schaffen machen. Mit einer schmerzstillenden Spritze hielt Daniel Wein 78 Minuten gegen Cottbus (2:0) durch, was ihm ein Sonderlob des Trainers eintrug („Ich ziehe mehrere Hüte vor ihm“). Auch der Löwe aus dem Zentrum mischte gestern wieder mit und sollte wie Mölders am Samstag im Kader stehen.

Aaron Berzel:Im Aufstiegsjahr Allzweckwaffe und Stimmungskanone, zählt Aaron Berzel seit Sommer zu den Pechvögeln im Team. Vier Spiele verpasste der Defensivmann wegen eines Sehnenanrisses, bei seinem Comeback verstärkte er die Reserve gegen Ismaning: 90 Minuten rechts in der Dreierkette, Endstand 2:1. Jetzt ist es eine Adduktorenverletzung, die Berzel ins Abseits zwingt.

Markus Ziereis:Am 21. August, beim 7:1 in Ergolding, verletzte sich der Kapitän und Toptorjäger der Totopokal-Löwen. Die Diagnose damals lautete: Außenbandteilriss im rechten Knie – und löste zwiespältige Reaktionen aus. Positiv ist, dass sich die Blessur konservativ behandeln lässt, also ohne Operation. Weniger positiv ist, dass der Stürmer trotzdem lange zur Untätigkeit verdammt ist. Die Ärzte rechnen damit, dass er frühestens Ende Oktober wieder voll belastbar sein wird.

Hendrik Bonmann: Als er sich ans Knie griff und kurz darauf mit beiden Fäusten auf den Rasen hämmerte, schien Hendrik Bonmann bereits zu ahnen, dass es das fürs Erste gewesen ist mit dem mühsam erkämpften Stammplatz im Löwen-Tor. Der frühere Dortmunder erlitt eine ähnliche Verletzung wie Ziereis, nur am Innenband seines rechten Knies. Ist nicht ganz so langwierig, wird dem ehrgeizigen Keeper aber trotzdem einiges an Geduld abverlangen. Vor allem, weil Marco Hiller die Zeit nutzen könnte, um sich den Platz im Tor zurückzuerobern.

Nicholas Helmbrecht:Ein Psychologe half dem Flügelflitzer, um wieder auf die Beine zu kommen. Ende Dezember war es die Patellasehne, die Nico Helmbrecht ausbremste, danach riss ein Band im Knie. Diesmal hat es den 23-Jährigen nicht ganz so heftig erwischt. Offiziell sind es „nur“ muskuläre Probleme, die den talentierten Angreifer zurückwerfen. uli kellner

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