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Ausgebrüllt: Coach Giannikis muss bei 1860-Gegner Aalen vorzeitig gehen.

Die nächste Wundertüte

Schon wieder: Panik bei einem Löwen-Gegner

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Aalen entlässt Argirios Giannikis – kein Grund zur Aufregung für Bierofkas Team. Die Bilanz der Löwen in Partien nach einem Trainerwechsel ist sogar leicht positiv.

München – Das Unheil geschah in buchstäblich letzter Sekunde. In der vierten Minute der Nachspielzeit segelte ein Eckball vors Aalener Tor. Torhüter Husic patzte, Meppens Undav staubte ab: 1:2. Wieder nicht gewonnen. Zum zwölften Mal in Folge. Die absehbare Reaktion: Der VfR Aalen, Tabellenletzter der 3. Liga, feuerte Trainer Argirios Giannikis – und wird zum Gastspiel beim TSV 1860 mit einem neuen Mann an der Seitenlinie aufkreuzen.

Ein Vorgang, der nichts Neues ist für den Aufsteiger von der Grünwalder Straße. Neun Vereine haben in dieser Drittligasaison vorzeitig den Trainer gewechselt – und in zwei Drittel der Fälle haben die Löwen die Auswirkungen direkt oder indirekt zu spüren bekommen. Drei Trainer bestritten gegen 1860 ihr jeweils erstes Spiel: Braunschweigs André Schubert, Lukas Kwasniok für Carl Zeiss Jena und Norbert Meier, der am Samstag erstmals für Uerdingen coachte. Novize Nummer vier folgt am Montag. Und um die kuriose Serie abzurunden: Auch Großaspach, Fortuna Köln und Kaiserslautern hatten kurz zuvor den Trainer gewechselt, als sie sich mit 1860 duellierten.

Die Reaktion bei 1860 fällt von Mal zu Mal gelassener aus. Hatte Daniel Bierofka vor dem Braunschweig-Spiel noch betont, dass er keinen Plan habe, wie der neue Eintracht-Coach Schubert spielen lassen werde („Das macht das Leben für uns garantiert nicht einfacher“), sagte er letzte Woche lässig, dass Gegner Uerdingen nun eben eine „Wundertüte“ sei – wie sein eigenes (umsortiertes) Team.

Die Bilanz gibt dem Löwen-Coach recht: Eine Tendenz, wonach Gegner mit neuem Hoffnungsträger schwerer zu bezwingen sind, lässt sich nicht ablesen. In den Partien direkt nach einem Wechsel erlebte 1860 die komplette Ergebnispalette (2:0, 1:3, 1:1). In den drei Spielen, in denen die Trainerwechsel schon etwas her waren, blieb 1860 gar ohne Niederlage: 2:2 gegen Großaspach, 0:0 bei Fortuna Köln und 2:1 gegen Lautern.

Spannender für Bierofka ist ohnehin die Logistik. Eigentlich hat er am Montag einen Prüfungstermin in der Fußballlehrer-Akademie – anlässlich des Aalen-Spiels wird er die Probe nun in München schreiben (mit Aufpasser vom DFB) – und direkt nach dem Schlusspfiff zurück nach Hennef fahren.

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