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Daniel Bierofka.

1860 holt Punkt in Rostock

Bierofka: „Das haben wir total verpennt“ - Bangen um Grimaldi

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Die Löwen holen nach einem turbulenten Spiel einen Punkt an der Ostsee. Die Stimmen zum Spiel des TSV 1860 bei Hansa Rostock.

Daniel Bierofka (Trainer 1860): 

Über den Spielverlauf: "Nach einem Standard gehen wir in Führung, haben im Anschluss besser verteidigt und hatten noch zwei Kontersituationen, die wir einfach besser ausspielen müssen.“

Über den Doppel-Schock nach der Halbzeit: „In der Halbzeit habe ich gesagt, dass Rostock kommen wird. Trotzdem haben wir die ersten zehn Minuten vollkommen verpennt. Es ist mir total unverständlich, wie man so aus der Halbzeit herauskommen kann. Das ist ein Lernprozess. In dieser Liga darfst du eben keine Sekunde nachlassen. Und schon gar nicht gegen eine solche Mannschaft, die eine so hohe spielerische Qualität hat! Dafür sind wir gnadenlos bestraft worden.“

Über die Moral: „Die letzten Wochen wurde uns vorgeworfen, dass wir hinten raus die Tore kassiert haben. Heute haben wir eins geschossen. Die Jungs haben an sich geglaubt, Moral gezeigt. Das war das Gute an dem Spiel. Es war nach dem Ausgleich ein offenes Spiel. Rostock hat Chancen gehabt, wir ein paar Umschaltsituationen, aber im Großen und Ganzen ist das Unentschieden verdient. „

Über Grimaldi: „Grimaldi geht es nicht gut. Er muss auf Krücken gehen. Wir wissen nicht, ob der linke Knöchel oder das Knie betroffen ist. Das werden wir morgen durch ein MRT abklären.“

Marco Hiller (Torwart 1860):

Über das Spiel: „Wir haben uns den Punkt verdient. Wir hätten es uns leichter machen können, wenn wir vor der Pause noch ein, zwei Tore mehr schießen. Den Beginn der 2. Halbzeit haben wir dann komplett verschlafen. Am Ende war der Punkt in Ordnung.

Über seine Rückkehr: „Es macht Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen. Ärgerlich sind aber die beiden Gegentore. Zu Null wäre natürlich schön gewesen oder wenigstens nur einen Treffer, damit es am Ende reicht.“

Über den Ausgleich: „Ich habe nicht gedacht, dass er beim Ausgleich noch mit dem Fuß dran kommt. Einerseits sind wir angepisst, dass es nur ein Punkt ist. Andererseits auch froh, dass wir nicht mit leeren Händen dastehen.“

Über die Tabelle: „Die Tabelle ist erst am Saisonende richtig interessant. Momentan schauen wir von Spiel zu Spiel, versuchen, jedes Wochenende drei Punkte zu holen. In den letzten vier, fünf Spielen haben wir – mit Ausnahme vielleicht der zweiten Hälfte heute – richtig guten Fußball gezeigt. Wenn wir so weitermachen, dann ist noch einiges möglich.“

Noten und Bilder: Steinhart und Grimaldi die besten Löwen in Rostock

Phillipp Steinhart (Verteidiger 1860) bei Telekom: 

Über den Spielverlauf: "Auswärts kann man mit dem Punkt leben. Wir sind schlecht ins Spiel gekommen. Die zwei schnellen Gegentore dürfen uns nicht passieren. Wir wollten eigentlich mehr haben. Wir hatten noch zwei hundertprozentige Szenen. Wenn wir da noch eins machen, läuft das Spiel anders für uns.“

Über seine Freistöße: „Wir trainieren jede Woche Freistöße. Es ist schön, dass es im Spiel auch gelingt. Wir müssen unsere Kräfte besser einteilen bei unserer intensiven Spielweise."

Kai Bülow (Ex-Löwe von Rostock) bei Telekom: 

Über das Spiel gegen den Ex-Klub: „Es war für mich emotional und intensiv. Ich ärgere mich, dass wir die Führung aus der Hand gegeben haben. Das war die einzig gefährliche Szene von 1860 in der zweiten Hälfte. Der Trainer hat gesagt, dass wir so weiter machen sollen wie in der ersten Halbzeit.

Über den Elfmeter: „Die Elfmeterentscheidung war schwer für den Schiedsrichter. Grimaldi lässt sich fallen, könnte aber auch weiterlaufen. Schwer zu sehen, ob da ein Kontakt war. Ein Remis gegen 1860 ist ein gutes Ergebnis, aber wenn man zuhause führt, will man auch gewinnen.“

Pavel Dotchev (Trainer Rostock):

Über den Spielverlauf: „Es war ein sehr emotionales Spiel, sehr, sehr offen. Beide Mannschaften wollten unbedingt gewinnen. Wir wollten kompakt stehen. Das ging auch zunächst gut. Es war bekannt, dass Sechzig bei Standards enorm gefährlich ist. Ich glaube, wir hatten zu viel Respekt. Es kann einfach nicht sein, dass wir wie abgemacht hoch stehen und der Torwart den ganzen Raum vor sich frei hat. Aber dann laufen wir viel zu früh rein, dadurch war die Situation nicht mehr zu verteidigen.“ 

Über Sechzig: „Danach ist es richtig schwer geworden. Sechzig war gut organisiert, sehr bissig und laufstark. Wir haben keine Lücken gefunden, unsere beiden Stürmer waren fast isoliert. Nach dem Seitenwechsel waren wir deutlich die bessere Mannschaft, haben es geschafft, schnell die beiden Tore zu erzielen. Wir hätten das 3:1 machen können. Direkt danach klären wir zwei Mal hintereinander die Situation nicht richtig. Dann kommt ein Elfmeter, wo du als Trainer denkst: Wie geht das? Leider war es so. Beide Teams haben eine richtig gute Leistung gezeigt. Für uns war heute mehr drin, aber auch Respekt vor 1860 München. Sie waren in dieser Saison der beste Gegner, gegen den wir gespielt haben.“

Das Spiel im Live-Ticker nachlesen

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