Frank Schmöller freut sich über den Trainingsstart.
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Frank Schmöller freut sich über den Trainingsstart.

Bayernligist trainiert wieder

TSV 1860 München: 2. Mannschaft steigt ins Training ein

Die Zweitvertretung des TSV 1860 München steigt wieder in den Trainingsbetrieb ein. Der Bayernligist profitiert dabei von einer Sondergenehmigung des DFB.

  • Der TSV 1860 München 2 steigt wieder in den Trainingsbetrieb ein.
  • Dem Bayernligisten kommt dabei eine Sondergenehmigung des DFB zugute.
  • Der Trainingsbetrieb ist für alle Beteiligten mit einem enormen Aufwand betrieben.

München - „Es ist ein enormer Aufwand, aber macht mega Bock wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen“, gibt Frank Schmöller Einblick in seine Gefühlswelt. Was für viele Hobbykicker noch in weiter Ferne liegt, ist für die Zweite des TSV 1860 München nun Realität geworden. Der Bayernligist trainiert seit vergangenem Montag wieder regelmäßig -  und das nicht per nervigem Online-Training, sondern endlich wieder auf dem Rasen mit der ganzen Mannschaft. 

Schmöller: Mein Job ist es die Spieler fit zu halten

Den Amateuren der Löwen kommt dabei zugute, dass sie als Nachwuchsleistungszentrum eine Sondergenehmigung des DFB erhalten. Denn normalerweise kommen aktuell nur Profis in den Genuss auf dem Grün zu stehen und zu trainieren. Dass die Sechzger dabei keine Sonderbehandlung erhalten betont Schmöller, denn „jedes Nachwuchsleistungszentrum darf trainieren, also haben wir uns dazu entschieden auch wieder anzufangen.“ Dabei gibt der Trainer der zweiten Mannschaft auch zu bedenken, dass es sein Job ist „die Spieler fit zu halten, gerade im Hinblick auf Abstellungen für die erste Mannschaft“. Durch den kleinen Kader bei den Profis kommt es in der aktuellen Saison immer wieder vor, dass Spieler nach oben gezogen werden, um die Profis im Aufstiegskampf zu unterstützen. Zuletzt war Matthew Durrans ein Beispiel für dieses Vorgehen.

TSV 1860 München 2: Enormer Aufwand für Trainingsbetrieb

Der Trainingseinstieg der kleinen Löwen ist allerdings mit einem enormen Aufwand verbunden. Denn im Gegensatz zu den Profis gehen die meisten Spieler und Trainer, zusätzlich zum Fußball, einem normalen Job nach. Frank Schmöller stellt dies vor große Herausforderungen. Der Trainingsaufwand ist aufgrund der Hygienevorschriften nicht mit einem normalen Training zu vergleichen. Zwar kommt es dem Team zugute, dass sie die Hygienemaßnahmen der ersten Mannschaft übernehmen können, welche bereits in Benutzung sind. Allerdings müssen die Amateure noch zusätzliche Vorschriften befolgen. So dürfen die Spieler des Bayernligisten nicht am Trainingsgelände duschen und sich auch nicht mit mehr als drei Personen in der Kabine aufhalten. Grund dafür ist, dass die Spieler im Gegensatz zu den Profis nicht regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Dennoch lohnt sich der große Aufwand, findet Schmöller. Ab wann die Ligakonkurrenten dagegen wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können, bleibt weiterhin unklar. 

(Korbinian Kothny)

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