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Benefizabend des TSV 1860.

„Unternehmer für Sechzger“ spenden fürs NLZ

Charity-Abend bei den Löwen: „1860 ist ja wie eine Frau, die dich dein Leben lang schlägt“

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Die „Unternehmer für Sechzger“ veranstalteten einen Charity-Abend für die Löwen. In der VIP-Alm wurden Spenden für das Nachwuchsleistungszentrum gesammelt.

  • Die „Unternehmer für Sechzger“ veranstalteten einen Charity-Abend.
  • In der VIP-Alm wurden Spenden für das Nachwuchsleistungszentrum gesammelt.
  • Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Comedian und Löwen-Fan Michael Altinger.

Die letzte Pointe des Abends kam unfreiwillig daher, erfüllte aber ihren Zweck. Ein Rehschlegel wurde versteigert, und obwohl der Spender, ein Hobbyjäger aus Wartenberg, die Keule daheim vergessen hatte, lief die Auktion wie gewünscht: 150, 200, 250... Bei 300 Euro wechselte der designierte Weihnachtsschmaus den Besitzer – und eine weitere stolze Summe wanderte in die Kasse der „Unternehmer für Sechzig“, die den Charity-Abend in der VIP-Alm unter ein hehres Motto gestellt hatten: „Gemeinsam stark fürs NLZ.“ 100 Prozent des Reinerlöses, so das Versprechen, würden der Nachwuchsarbeit beim TSV 1860 zugutekommen.

1860-Torhüter und Urlöwe Marco Hiller erzählt Anekdote: „Ich war irgendwann zu gut“

Nicht nur der gute Zweck, auch das Programm mit Michael Altinger als Live-Act hatte jede Menge Unterstützer, Edelfans und 1860-Promis angelockt. Zunächst gab Torhüter und Urlöwe Marco Hiller (22, seit elf Jahren im Verein) Einblicke in seine Vergangenheit als NLZ-Talent: „Ich war irgendwann zu gut für Gröbenzell – dann hat meine Mutter einfach mal bei 1860 angerufen.“ Jan Mauersberger, der Ex-Profi, entlockte NLZ-Leiter Manfred Paula Wissenswertes rund um den Nachwuchs. Zum Beispiel, dass der Jahrgang 2003, die aktuelle U17, Hoffnung auf die nächsten Stars made in Giesing weckt (elf Spiele, elf Siege). Beklatscht wurden natürlich auch die Unternehmer, die mit ihrem Einsatz 100.000 Euro eingesammelt haben (plus 20.000 vom Mittwoch) und den Jugendteams seither drei Kleinbusse inklusive Fahrdienst zur Verfügung stellen.

1860 sei ja „wie eine Frau, die dich dein Leben lang schlägt“

Höhepunkt des Abends war aber der Auftritt von Comedian Altinger, der auf der Bühne nicht nur 45 Minuten Vollgas gab, sondern sich auch als Einpeitscher betätigte („Auf die Löwen!“) - und als Aushilfskellner („Herr Köllner braucht noch ein Bier!“). Der preisgekrönte Kabarettist, Vereinsmitglied seit 2012, traf den Nerv des tiefblauen Publikums. Im 1860-Shirt zu Jeans und Sakko berichtete er von realsatirischen Dialogen in der Stehhalle, die ihn nicht davon abhalten, sich „alle zwei Wochen verbal auspeitschen zu lassen“. Zum Beispiel, wenn sein Löwen-Optimismus („Michi, wie geht’s aus? – „3:0 für uns!“) von der Realität überholt und von Sitznachbarn mit rauem Giesinger Charme abgekanzelt wird („Ah, du Depp, du blöder“). Und überhaupt: 1860 sei ja „wie eine Frau, die dich dein Leben lang schlägt“. Wenn sie aber „zwischendrin immer mal wieder einen Kuchen macht“ – dann fahre man auch weiter mit ihr in den Urlaub.

Bierofka: Fans schockiert Mobbing-Vorwürfen bei 1860 München

Ein Brüller auch Altingers Prognose, Bierofka-Nachfolger Michael Köllner betreffend, der neben den Geschäftsführern vis-à-vis der Bühne saß. „Köllner Michi, du bringst uns in die Zwoate Liga, in die Erste Liga, in die Champions League… Und wenn ma dann do san, dann macht da Biero weiter!“ Der Hinweis, dass das jetzt ein Schmarrn war, ging unter im Gelächter. Trotzdem hofft Altinger wie alle anwesenden Löwen auf eine schöne „Michael-Köllner-Sahnetorte“. Um im Bild zu bleiben: „Es wird Zeit, dass wir alle mit’nander mal wieder einen gescheiten Kuchen kriegen.“

Fazit von Unternehmer Josef Wieser, dem Initiator: „Das war Balsam auf die Löwen-Seele.“ Sich als Sechzger mal nicht zu streiten, sondern miteinander zu lachen - lagerübergreifend. Stiftl, der Stadion-Caterer, stiftete spontan das Buffet und die Getränke. Profiteur ist das NLZ, und Schatzmeister Franz Hettrich kündigte bereits an: Ich denke, wir machen das jetzt jährlich.“ Motto: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Wie sagte Altinger? „Ich bin jetzt in einem Alter, wo du spürst: Es geht ganz langsam bergab – trotzdem magst du noch sexy bleiben. Da geht’s mir wie den Sechzgern.“

ulk

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