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Diese zwölf Verträge laufen aus - wer bleibt bei 1860, wer geht?

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Von: Fabian Müller

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Kai Bülow (l.) und Michael Liendl sind nur zwei der 12 Spieler mit auslaufendem Vertrag.
Kai Bülow (l.) und Michael Liendl sind nur zwei der 12 Spieler mit auslaufendem Vertrag. © MIS

München - Mit Ende der laufenden Spielzeit enden beim TSV 1860 München zwölf Spielerverträge, davon zahlreiche von aktuellen Stammspielern. Das wirft einige Fragen auf.

Olic, Liendl, Gytkjaer, Olic, Bülow, Ba, Lumor, Lumor, Ba, Liendl, Aigner, Lacazette, Bülow, Gytkjaer, Aycicek, Ba - das sind die Torschützen in der Rückrunde des TSV 1860 München. Insgesamt 16 Mal trafen die Löwen seit dem 27. Januar, eine dürftige Ausbeute für 16 Rückrundenspiele. Viel gravierender könnte aber sein, dass allein 13 Tore von Spielern erzielt wurden, deren Verträge mit dem Verein mit Saisonende auslaufen - das sind über 80 Prozent der Rückrundentore. Über die gesamte Saison hinweg wurden drei Viertel der Treffer von Spielern ohne gültigen Vertrag über den Sommer hinaus erzielt. 

Das wirft einige Fragen auf: Sollten tatsächlich 75 Prozent der sowieso schon wenigen Tore wegfallen, wer soll diese Aufgabe dann in der nächsten Saison erfüllen? Sollten tatsächlich Stammspieler wie Lacazette, Liendl oder Ortega abgegeben werden? Was passiert mit den Leihspielern Ba, Aycicek, Lumor und Andrade? Welche dieser Spieler will der TSV 1860 halten und bei welchen dieser Spieler hat er überhaupt eine Chance sie zu halten? Diese Fragen zu beantworten, wird eine der Hauptaufgaben des Vereins im Sommer werden. 

Dass der TSV 1860 einen größeren Umbruch nach der Saison vornehmen würde, war und ist kein Geheimnis. Schließlich sollten Trainer Vitor Pereira und Geschäftsführer Ian Ayre eine Mannschaft formen, die oben mitspielen kann. Nur stellt sich mittlerweile (leider) noch die Frage: In welcher Liga?

„Weiß nicht, ob es bei 1860 weitergeht“

Acht Spieler ohne Kontrakt für die nächste Saison standen am vergangenen Wochenende gegen den VfL Bochum in der Startformation. Mit Blick auf die nächste Spielzeit könnte das zu einem Problem werden. Der Verein wird wieder eine Reihe neuer Spieler verpflichten müssen, die werden Wochen wenn nicht Monate brauchen, bis sie aufeinander abgestimmt sind. Dass der Kader mit 32 Profis aufgebläht ist, ist klar. Aber ein Aderlass von zwölf Profis, zumal von denen viele Stammspieler sind, ist für jede Mannschaft schwer abzufangen. 

„Ich weiß nicht, ob es bei 1860 weitergeht“, sagte Michael Liendl zu dieblaue24 fast schon stellvertretend vor dem Bochum-Spiel. Es habe noch keine Gespräche mit dem Verein gegeben. Liendl ist immerhin mit acht Toren bester Torschütze des Vereins, hat zudem noch fünf weitere vorbereitet. 

Über Zugänge für die Saison 2017/2018 ist außer dem fixen Transfer von Benjamin Kindsvater von Wacker Burghausen, der allerdings zunächst für die zweite Mannschaft eingeplant ist, noch nichts bekannt. In der momentanen Lage des Vereins dürfte es aber auch schwierig sein, für die kommende Spielzeit zu planen. Noch weiß niemand, in welcher Liga der deutsche Meister von 1966 im nächsten Jahr spielen wird.

Am alles entscheidenden letzten Spieltag brauchen die Löwen Schützenhilfe für den Klassenerhalt, auch die Relegation oder gar der direkte Abstieg sind möglich. 

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