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Kapitän Mölders lobt Löwen-Kampfgeist: „Jeder hat sich zerrissen“

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Von: Ludwig Krammer

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Sich durchsetzen, das richtige Eck wählen: Sascha Mölders war wieder in seinem (Tor-)Element.
Sich durchsetzen, das richtige Eck wählen: Sascha Mölders war wieder in seinem (Tor-)Element. © sampics

Der TSV 1860 rückt nach dem Heimsieg gegen den FC Ingolstadt bis auf einen Punkt an einen direkten Aufstiegsplatz heran. Sascha Mölders war am Montag der Mann des Abends.

München – Die kehligen Jubelschreie um 20.52 Uhr dürften bis zum Giesinger Grünspitz zu hören gewesen sein. Nach dem Derbysieg gegen Bayern II vor neun Tagen krönten die Löwen ihre starke Hinrunde am Montagabend mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den FC Ingolstadt, verkürzen den Rückstand auf den Tabellen-Zweiten auf nur noch einen Punkt.

TSV 1860 München: Sascha Mölders beim 1:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt mit 13. Saisontreffer

Gefeierter Held der Partie: einmal mehr Sascha Mölders, der mit seinem 13. Saisontreffer in der 75. Minute für den späteren Endstand sorgte und den Sechzigern den ersehnten ersten Saisonsieg gegen ein Team aus dem oberen Tabellendrittel bescherte. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem mir klar war, dass der gewinnt, der das erste Tor schießt“, gab Kapitän Mölders bei Magenta Sport zu Protokoll und lobte den Kampfgeist: „Jeder hat sich zerrissen.

Auch Trainer Michael Köllner war begeistert von der Defensivstärke seines Teams: „Es war ein hart erkämpfter, glücklicher, aber verdienter Sieg. Ingolstadt hat uns in der zweiten Halbzeit ziemlich reingedrückt, da mussten wir viele Räume schließen. Aber so wie wir heute verteidigt haben, haben wir uns die drei Punkte verdient.“ Köllners Fazit der Hinrunde: „Wir liegen mit 33 Punkten über den Erwartungen, die vor der Saison aufgestellt wurden, aber uns ist nichts geschenkt worden. Wir arbeiten in jedem Training hart für den Erfolg und haben eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden.“

TSV 1860: Stadionsprecher Stefan Schneider huldigt Keeper Marco Hiller als „Gladiator von Giesing“

Das war auch gegen Ingolstadt zu besichtigen. Köllner vertraute seinen Derbysiegern vom vergangenen Wochenende, für den gelbgesperrten Fabian Greilinger beackerte der genesene Stefan Lex die rechte Außenbahn. Torwart Marco Hiller, bei dem am Samstag die Fäden im Gesicht gezogen worden waren, wurde von Stadionsprecher Stefan Schneider als „Gladiator von Giesing“ empfangen.

Robustheit war gegen die Schanzer gefragt. Speziell im ersten Durchgang war die Partie von Ruppigkeiten geprägt, kaum ein Zweikampf, der nicht an der Grenze zur Gelben Karte geführt wurde. Dass lediglich Ingolstadts 18-jähriges Talent Merlin Röhl nach überhartem Einsteigen gegen Steinhart eine Verwarnung kassierte, war der Großzügigkeit von Bundesliga-Schiedsrichter Tobias Reichel geschuldet. Ganz ohne Gegnerkontakt verletzte sich Quirin Moll. Der Sechser der Löwen stürzte nach einer Aktion im Mittelfeld auf sein linkes Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Eine Diagnose soll es heute geben, Molls Kreuzband war vor zwei Jahren allerdings im anderen Knie gerissen.

TSV 1860 München: Nächstes Spiel am Sonntag gegen den SV Meppen

Außer einem abgefälschten Schuss von Eckert Ayensa (6.) ließen die Gastgeber im ersten Durchgang nichts zu, die größte Chance für Sechzig vergab Lex, als er nach einem Konter quer zu Erik Tallig legte, anstatt selbst abzuschließen (22.). Nach dem Wechsel wurden die Ingolstädter zielstrebiger, in ihrer stärksten Phase konterten sich die Löwen ins Glück. Pass Biankadi, Mölders mit links flach ins lange Eck. Ein moderner Löwen-Klassiker. „Super Pass von Merv, so kann’s gerne weitergehen“, frohlockte Mölders. Am Sonntag kommt Meppen. Kein Topteam. Aber gerade deshalb so gefährlich.

(Ludwig Krammer)

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