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Will sich mit der aktuellen Vereinspolitik nicht anfreunden: Hasan Ismaik meldet sich mal wieder via Facebook zu Wort.

Nach Heimpleite gegen Uerdingen

Investor Ismaik attackiert Sechzig wegen „Hiobsbotschaft“ - und kassiert Konter von Fans 

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Bei den Löwen geht der Blick in der Tabelle wieder in Richtung Abstiegszone. Investor Hasan Ismaik kritisiert via Facebook die Vereinsführung - und muss sich einiges von den Fans anhören.

München - Im sechsten Liga-Heimspiel der Saison hat es die Löwen erstmals erwischt. Der KFC Uerdingen entführte mit seinem 1:0 als erster Gast alle drei Punkte von Giesings Höhen. Hinterher saß der Frust bei den Blauen tief. Wegen einiger diskussionswürdiger Schiedsrichterentscheidungen, aber auch wegen einer erneuten verpassten Chance, sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Nach zwölf Partien beträgt der Vorsprung auf die SG Sonnenhof-Großaspach auf Rang 17 nur zwei Punkte und acht Tore.

Hasan Ismaik: KFC Uerdingen war „nicht besser, sondern an diesem Tag einfach der Glücklichere“

Auch Hasan Ismaik scheint sich Sorgen um seinen Verein zu machen. So meldete sich der Investor nach der dritten Pleite in den vergangenen vier Liga-Spielen via Facebook zu Wort. In seiner Botschaft wandte sich der Jordanier direkt an die Fans und schrieb, er könne „Eure Enttäuschung nach der bitteren Niederlage gegen den KFC Uerdingen teilen“. Auch er fühle sich „nicht gut“. Allerdings: „Ich habe zumindest im TV einen Gegner gesehen, der nicht besser, sondern an diesem Tag einfach der Glücklichere war. Normalerweise endet so ein Spiel torlos.“

Zugleich nimmt Ismaik die Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka aber ausdrücklich in Schutz - um zugleich die Vereinsoberen um Präsident Robert Reisinger anzugehen: „Unsere Spieler sind keine Maschinen, sondern junge Menschen, die über feine Antennen verfügen, um zu spüren, dass bei 1860 nicht Alle in eine erfolgreiche Richtung denken und handeln wollen.“ Worauf sein Vorwurf fußt, führt er auch gleich aus: „Das beste Beispiel hierfür ist für mich der Verzicht auf ein Trainingslager in der Winterpause. Was will der Verein mit einer solchen Hiobsbotschaft bezwecken?“

Hasan Ismaik: Investor kommt wohl nicht für Kosten eines Wintertrainingslagers auf

Weil das Budget für eine Reise in südlichere und damit wärmere Gefilde nicht langt, muss Bierofka sein Team im Januar wohl im winterlichen München für die zweite Saisonhälfte auf Vordermann bringen. Es sei denn, es findet sich eben ein Geldgeber, der ein Trainingslager finanziert. Ismaik - der die Löwen etwa zu Beginn des Zweitliga-Abstiegsjahrs 2017 zu einem ausgedehnten Vorbereitungscamp in Portugal einlud - soll das offenbar nicht sein. Der millionenschwere Unternehmer deutet in dieser Richtung zumindest keine Unterstützung an.

Stattdessen schließt er seinen Post mit der Forderung an die Geschäftsführung um Günther Gorenzel und Michael Scharold, „dass sie nicht von einer Seite gelenkt wird, sondern gänzlich zum Wohle des Profifußballs arbeitet“.

Hasan Ismaik: Fans attackieren Investor in den Facebook-Kommentaren

In den Kommentaren muss sich Ismaik jedoch viel Kritik gefallen lassen. So schreibt „Michael R.“: „Interessante These: Ein nicht stattfindendes Trainingslager ist ein Grund für die mäßige Leistung von heute.“ Und „Klaus B.“ moniert die seltenen München-Trips: „Ein Firmenbesitzer, der sich nie blicken lässt, hat für mich kein Interesse an seiner Firma!“

Die Taktik des öffentlichen Anschwärzens kommt bei „Sebastian W.“ überhaupt nicht gut an. Er wirft Ismaik vor: „Das wichtigste wäre erstmal ein Kurswechsel bei unserem 'Investor' weg vom 'Mimimi-Kleinkind'-Kurs, bei dem jede Niederlage ausgenutzt wird um Stimmung zu machen, hin zu einem ruhigen Kurs, bei dem man nicht alle paar Wochen neue Aussagen bei Facebook liest.“

Die Löwen müssen sich darauf einstellen, dass Torjäger Sascha Mölders seine Profi-Karriere im Sommer beendet. Wie der Verlust aufgefangen werden könnte, verrät Günther Gorenzel im Interview. Berkant Göktan schaut noch einmal auf seine Zeit bei den Blauen zurück und gibt eine ehrliche Einschätzung. Nach der Niederlage gegen den KFC Uerdingen kritisierte Trainer Daniel Bierofka das Dargebotene scharf: „Das war kein Fußballspiel.“

Gegen den KFC fühlten sich die Löwen benachteiligt und das nicht zum ersten Mal. Ein Ex-Schiedsrichter erklärt nun,

dass die Löwen oft benachteiligt werden und nennt den Grund dafür

. Nach der Hiobsbotschaft sucht der TSV

1860 München einen Bierofka-Nachfolger. Eine Löwen-Legende hat einen Vorschlag. 

Die Löwen meldeten am Samstag Vollzug an: Der TSV 1860 hat einen neuen Trainer!

mg

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