„Wer nicht an so etwas glaubt, sollte aufhören, Fußball zu spielen“: Dennis Erdmann im grünen Trikot, der Farbe der Hoffnung.
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„Wer nicht an so etwas glaubt, sollte aufhören, Fußball zu spielen“: Dennis Erdmann im grünen Trikot, der Farbe der Hoffnung.

Bei den Löwen ist die Hoffnung auf einen Aufstieg weiter präsent

TSV 1860 München: „Es ist noch sehr viel möglich“ - Optimist Gorenzel

  • Ludwig Krammer
    vonLudwig Krammer
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Der TSV 1860 München ist am heutigen Karsamstag zu Gast beim KFC Uerdingen. Bei den Löwen ist der Glaube an einen möglichen Aufstieg noch präsent. Wir berichten im Live-Ticker.

München– Die Grünwalder Straße 114a wird zum Drive-In-Testzentrum – zumindest für die Profis des TSV 1860. Aufgrund der verschärften Corona-Regularien des DFB müssen die Spieler jetzt vor jedem Training einen Schnelltest absolvieren. Bei den Löwen wird das auf maximal unkomplizierte Weise erledigt. Trainer Michael Köllner sagte am Karfreitag zum Prozedere: „Die Spieler fahren beim hinteren Tor rein, lassen sich am Auto testen und warten auf dem Parkplatz, bis sie grünes Licht kriegen. Dann dürfen sie in die Kabine.“

KFC Uerdingen gegen TSV 1860 München: Löwen geben nicht auf

Einfach, einleuchtend, effizient – so wollen die Löwen auch am Karsamstag beim abstiegsbedrohten KFC Uerdingen zu Werke gehen. Neun Punkte müssten die Blauen in den verbleibenden neun Spielen aufholen, um es zumindest in die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 2. Liga zu schaffen. „Es ist noch sehr, sehr viel möglich“, glaubt Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel.

Auch Dennis Erdmann, der für den gelbgesperrten Stephan Salger in die Startelf zurückkehren dürfte, hat die vorösterliche Hoffnung noch nicht aufgegeben. Im Interview mit liga3-online.de sagte der Innenverteidiger: „Unter anderem steht zum Saisonabschluss das direkte Duell mit Ingolstadt an. Wenn eine solche Aufholjagd möglich ist, dann in der 3. Liga. Wer nicht an so etwas glaubt, sollte aufhören, Fußball zu spielen.“

Finanzielles und politisches Chaos beim KFC hat keine Auswirkungen auf Uerdingens Leistung

Beim Gegner wär’s vor ein paar Wochen fast so weit gewesen. Nach dem Rückzug des umstrittenen Investors Mikhail Ponomarev und der eingeleiteten Insolvenz stand ein vorzeitiges Saisonende der Uerdinger im Raum. Nun gibt es mit der rätselhaften Noah Company aus Armenien womöglich eine neue Perspektive für den gebeutelten Traditionsclub, der seine Heimspiele mangels Drittligatauglichkeit der alten Grotenburg seit drei Jahren im Exil austragen muss – aktuell im westfälischen Lotte.

Auf die Leistungen der Mannschaft hatte das finanzielle und politische Chaos zumindest in den vergangenen Wochen keine negativen Auswirkungen. Von den jüngsten vier Spielen gewann der KFC zwei (in Meppen und Unterhaching), dazu holten die Krefelder gegen Lübeck und Zwickau einen Punkt. Köllner: „Kompliment an meinen Kollegen Stefan Krämer, der es geschafft hat, die Mannschaft durch diese ungewissen Zeiten zu führen.“

Da hat’s der Löwen-Trainer aktuell leichter. Von der aufzuklärenden Äffäre um den Fanclub-Dachverband ARGE abgesehen, herrscht zwischen den 1860-Gesellschaftern eine Art Waffenruhe. „Wirtschaftliche Stabilität ist das oberste Gebot“, sagt Gorenzel. Das „Gerüst der Mannschaft“ stehe für die kommende Saison.

Anfang April ist das beim TSV 1860 durchaus eine Erfolgsmeldung wert.

(Ludwig Krammer)

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