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Löwen-Kapitän Weber nach zwei Siegen: „Wir sind jetzt reifer“

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Von: Ludwig Krammer

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Löwen-Kapitän Felix Weber. © sampics / Stefan Matzke

Bei den Münchner Löwen, die vor kurzem der Abstiegszone noch gefährlich nahe waren, scheint sich ein neuer, positiver Trend abzuzeichnen. Coach Daniel Bierofka warnt jedoch vor einem „heißen Rennen“.

„Ich werde jetzt keinen Rundumschlag machen, das würde nach hinten losgehen. Vieles klappt ja gut. Aber es muss jetzt was kommen, keine Frage. Die Spieler müssen liefern!“ (1860-Sportboss Günther Gorenzel am 12. Februar bei nur noch vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone)

„Lieferung erfolgt!“, lässt sich da nur sagen. Mit den beiden 2:1-Siegen gegen den VfR Aalen am vergangenen Montag und jetzt am Samstag bei Energie Cottbus haben die Löwen die Distanz nach unten mal schnell auf acht Punkte verdoppelt. „Mit den sechs Punkten haben wir jetzt einen Abstand zur gefährlichen Zone hergestellt“, sagte Trainer Daniel Bierofka nach dem Schlusspfiff im Stadion der Freundschaft. „Und trotzdem! Die Mannschaften unten punkten alle. Das wird noch ein heißes Rennen bis zum Schluss. Aber momentan sind wir dafür gut gewappnet.“

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Momentan? So ganz scheint Bierofka dem Braten noch nicht zu trauen. In der Tat waren die Siege gegen die Abstiegsanwärter nicht unverdient, aber halt auch weit weg vom Prädikat souverän. Die Schluss­offensive gegen Aalen mündete in zwei kuriose Treffer, in Cottbus wäre den Gastgebern mit ein wenig mehr Glück sogar noch der zweite Treffer in der Nachspielzeit gelungen.

„Wir haben das ordentlich gemacht“

„Wir haben das ordentlich gemacht“, sagte Kapitän Felix Weber, der per Kopf die unfreiwillige Vorlage zum 1:2 gegeben hatte. „Uns war klar, dass Cottbus nach dem Rückstand alles nach vorne wirft. Deshalb war das 2:0 so wichtig. Leider mussten wir nach dem 1:2 nochmals zittern. Das scheint bei uns am Schluss zurzeit normal zu sein.“ Die Selbstironie des Siegers…

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Trotzdem: In Sachen Zusammenhalt und Nervenstärke haben die Löwen in jüngster Zeit unverkennbar zugelegt. „In der Hinrunde hätten wir solche Spiele noch verloren“, sagte Torschütze Stefan Lex. „Da sind wir jetzt einen Schritt weiter. Über die volle Spielzeit war der Sieg verdient.“ Ergänzend Weber: „Wir sind reifer geworden, die Einwechslungen klappen, wir funktionieren als Mannschaft. Wenn wir ein Tor machen, rennen alle auf den Platz. Das ist top!“

Beste Voraussetzungen, um nicht bis in die letzten Wochen der Saison zittern zu müssen. Allerdings eben auch noch viel zu wenig um einen Gang zurückschalten zu können. „Wir müssen schon noch Punkte holen, um in der Klasse zu bleiben“, sagt Lex. „Aber wenn wir so wie jetzt weiterspielen, mache ich mir darum keine großen Sorgen. Jetzt können wir ohne Stress nach vorne schauen!“ Dort warten am Sonntag Hansa Rostock (13 Uhr, Grünwalder Stadion), sechs Tage später geht’s zum Aufstiegsaspiranten Wehen-Wiesbaden. Und dann: das Derby gegen die SpVgg Unterhaching (12.3., 19 Uhr). Befreit ins Duell mit dem Nachbarn? Das würde nicht nur Gorenzel gefallen.

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