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Unbändige Freude: Phillipp Steinhart (M.) feiert seinen Treffer mit Daniel Wein (l.) und Prince Owusu.

Sechzig diesmal hellwach zum Sieg

Heiße Diskussionen: Meppen-Coach wettert wegen Elfer - Lex' Blick geht nach unten

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Bei den Löwen war diesmal alles anders als in Würzburg. Gegen Meppen starteten die Blauen fulminant und sicherten sich den Dreier. Über das Siegtor kamen die Gäste jedoch nicht hinweg.

München - Zur spielentscheidenden Szene gab es nach Abpfiff selbstredend zwei Meinungen. „Ich bin in vollem Lauf und hätte den Ball ins leere Tor schießen können. Warum soll ich mich da fallen lassen? Das ist ein klares Foul“, betonte Stefan Lex bei „Magenta Sport“ - Lex war in einem Zweikampf mit David Vrzogic im Meppener Strafraum zu Fall gekommen. Sein Gegenspieler sah das Duell so: „Er kreuzt meinen Weg. Meiner Meinung nach treffe ich ihn nicht. Der Schiri wartet ja auch und pfeift erst, als ich den Ball habe. Ich glaube, das ist kein Elfmeter.“

Klarer Strafstoß? Oder doch Schwalbe? Phillipp Steinhart war das natürlich völlig egal. Der Linksverteidiger ließ sich die Chance nicht entgehen und drosch die Kugel per Elfmeter unhaltbar für Gäste-Keeper Erik Domaschke ins linke Eck (32.). Es blieb der einzige Treffer an diesem frühlingshaften Nachmittag auf Giesings Höhen. Das 1:0 lässt die Löwen wieder auf Rang fünf springen. Dort lag Sechzig schon vor zwei Wochen, ehe es mit dem 1:2 in Würzburg einen herben Rückschlag setzte.

Noten und Bilder der Löwen: Viele Zweier und eine Vier gegen Meppen

Fans protestieren gegen Materialverbote

Ganz im Gegensatz zu dem Auftritt in Franken präsentierte sich das Team von Trainer Daniel Bierofka vor ausverkauftem Haus - die Fans in den Blöcken G und H bewegten sich wegen eines Protests gegen gewisse Materialverbote erst mit Anpfiff auf die Ränge - von Anpfiff an hellwach. „Wir haben am Anfang sehr druckvoll gespielt“, lobte auch der Coach. So setzte Sascha Mölders die Kugel nach sechs Minuten mit einem sehenswerten Volleyschuss aus der Drehung an den Pfosten, zwei Minuten später scheiterte Lex nur knapp.

Von den Gästen kam bis auf zwei Distanzschüsse durch Vrzogic (15.) und den quirligen Deniz Undav (26.) nicht viel. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht wirklich - obwohl sich die Löwen deutlich weiter zurückzogen und das Revier weitgehend den Niedersachsen überließen. Nur bei der dicken Chance des eingewechselten Max Kremer (87.), der aus wenigen Metern per Direktabnahme das Ziel verfehlte, dürfte die Pulsfrequenz bei Bierofka und Co. nochmal hochgeschnellt sein.

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Ziereis und Bekiroglu haben Entscheidung auf dem Fuß

So monierte der Trainer: „In der zweiten Hälfte waren wir zu passiv und hatten nicht mehr den Zugriff.“ Die Chancen auf eine frühzeitige Entscheidung waren dennoch da - in der Nachspielzeit scheiterten Markus Ziereis (90.+2) aus bester Position und zwei Minuten später auch noch Efkan Bekiroglu nach blitzsauberen Kontern am gut aufgelegten Domaschke. So bleibt zu konstatieren: Die erste Hälfte gehörte den Löwen, nach der Pause waren die Gäste zumindest optisch überlegen.

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Umso mehr haderte deren Coach Christian Neidhart mit dem Elfmeterpfiff. „Ich sehe keine Berührung. Er kommt aus dem Rhythmus, aber es ist kein Foul“, schimpfte der 50-Jährige nach einem Blick auf die Zeitlupe am „Magenta Sport“-Mikrofon: „Ich kann mit dieser Entscheidung nichts anfangen. Wenn ich mir nicht sicher bin, kann ich es nicht pfeifen.“ Allerdings, so erklärte er auch, habe Schiedsrichter Jonas Weickenmeier in der Pause von einem „hundertprozentigen Elfmeter“ gesprochen.

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Relativ gelassen ging Bierofka mit der ganzen Situation um - er profitierte ja auch vom Pfiff. „Ich kann es nicht sehen, aber man muss den Lexi fragen, und er muss sagen, ob er berührt wird“, fasste der 40-Jährige zusammen. Während eben jener Lex schon die Tabelle im Blick hatte: „Wir schauen nach unten, um noch eine ruhige Saison zu haben. 46 Punkte brauchen wir.“ Für den Klassenerhalt. So die Rechnung der Blauen. Dieses Ziel ist nun in Reichweite - beim Gastspiel in Braunschweig am kommenden Samstag kann das Punktekonto mit einem Sieg entsprechend aufgefüllt werden.

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mg

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