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„Angsthasenfußball“ - Löwen-Kapitän Mölders rechnet nach Pleite in Osnabrück ab

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Sascha Mölders redete nach der 1:3-Niederlage in Osnabrück Klartext.
Sascha Mölders redete nach der 1:3-Niederlage in Osnabrück Klartext. © Imago Images /mis

Der TSV 1860 kann in dieser Saison offenbar auswärts nicht gewinnen. Kapitän Mölders spricht nach der Pleite in Osnabrück Klartext. Trainer Köllner ist fassungslos.

München/Osnabrück - Trotz einer starken ersten halben Stunde hat der TSV 1860 München auch im siebten Auswärtsspiel der diesjährigen Drittliga-Saison nicht gewinnen können. Zunächst sah es noch gut aus für die Löwen.

Der wiedererstarkte Stefan Lex hatte schon in der 5. Minute eine Topchance, scheiterte aber an VfL-Keeper Philipp Kühn. Nach 26. Minuten gelang dem Stürmer dann aber sein vierter Treffer im dritten Spiel in Folge. Nach Vorarbeit von Yannick Deichmann traf der 31-Jährige zur zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung für die Blauen.

Doch mit dem Führungstreffer folgte der Bruch. Der Tabellenzweite kam danach immer besser in Fahrt und glich sechs Minuten vor dem Seitenwechsel durch Ba-Muaka Simkala zum 1:1 aus. „So habe ich Sechzig noch nie erlebt, dass wir nach so einer guten Anfangsphase, wo wir den Gegner vor viele Probleme gestellt haben, auf einmal aufgehört haben, an dem Thema zu arbeiten“, sagte der sichtlich bediente Löwen-Trainer Michael Köllner nach der Partie im BR-Interview. „Das ist natürlich schlecht, wenn Du nicht mehr an Deinem Plan festhältst.“

TSV 1860 München: „Angsthasenfußball“ - Mölders rechnet nach Pleite in Osnabrück ab

„Wir haben Angsthasenfußball gespielt, keine Zweikämpfe geführt.“

Sascha Mölders nach dem 1:3 beim VfL Osnabrück.

Nach dem Seitenwechsel wurde Osnabrück immer stärker und ging vier Minuten nach Wiederanpfiff erneut durch Simakala in Führung, ehe Felix Higl in der Schlussphase mit dem 3:1 alles klarmachte. Sascha Mölders war nach Schlusspfiff sichtlich angefressen und redete beim BR nicht um den heißen Brei herum: „Wir wussten, dass es hier schwer wird. Wenn Du in Osnabrück spielst und spielst so eine zweite Halbzeit... wir haben Angsthasenfußball gespielt, keine Zweikämpfe geführt – da kannst Du hier nichts holen“, schimpfte der Kapitän über die Leistung der Mannschaft.

Damit ist die Euphorie durch das Weiterkommen im DFB-Pokal* gegen den FC Schalke 04* und den 6:0-Kantersieg am vergangenen Wochenende gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg* bereits wieder dahin. Durch die Niederlage wird die Luft für die Löwen auch in der Tabelle immer dünner. Vor den beiden Sonntagsspiele hat der TSV 1860 nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Sollten der FSV Zwickau in Wiesbaden und der SC Verl in Magdeburg gewinnen, rutscht das Team von Michael Köllner sogar unter den Strich. (jb) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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