Beim weißblauen Politiker-Stammtisch

1860-Präsident Reisinger: Mit Köllner bis 2025 in die Bundesliga

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TSV 1860 München: Robert Reisinger hat das Ziel Bundesliga ausgegeben. Der Löwen-Präsident will mit Trainer Michael Köllner bis 2025 im Fußball-Oberhaus spielen.

  • Am Dienstag fand im bayrischen Landtag der Politiker-Stammtisch des TSV 1860 München statt
  • Dort sprach Löwen Präsident Robert Reisinger über das Ziel Bundesliga
  • Auch zu Hasan Ismaik und der Stadionfrage äußerte er sich

München - Sage noch mal einer, Politiker würden sich am liebsten selber reden hören. Das Gegenteil war am Dienstagabend zu erleben, bei der ersten Zusammenkunft des neuen 1860-Stammtischs im Bayerischen Landtag, ins Leben gerufen von Martin Hagen, dem Fraktionsvorsitzenden der FDP. 

Bei Brotzeit und Bier in der Bayern-Stube („ohne FC“) des Maximilianeums hingen schwarze, rote, gelbe und grüne Abgeordnete einem Tiefblauen an den Lippen – dem Ehrengast Robert Reisinger, seines Zeichens Präsident des gemeinsamen Lieblingsvereins. Und Reisinger präsentierte sich verbal in Hochform. 

TSV 1860 München: Präsident Reisinger spricht über Ismaik und das Bierofka-Aus

Um 20.57 Uhr, nach einem 90-minütigen Quasi-Monolog, brandete Beifall auf, denn der Oberlöwe hatte kein Thema ausgelassen und über alles bereitwillig Auskunft gegeben – vom NLZ, über Hasan Ismaik, die Stadionfrage bei einem Umbau des Grünwalders („Manni Schwabl freut sich, wenn wir kommen und seinen Stadionausbau bezahlen“) – bis hin zum Trainerwechsel im Herbst. Erstmals verriet Reisinger die Vertragslaufzeit des Bierofka-Nachfolgers („Diese Saison und nächste Saison“) – und er enthüllte, dass der Oberfranke ursprünglich als NLZ-Leiter angefragt wurde. „Im Mai hat uns Dieter Märkle offenbart, dass er zurückgeht nach Ulm. Im Zuge dessen haben wir Kandidaten gesichtet und auch Michael Köllner angesprochen.“ 

Dessen Aussage sei gewesen: „Im NLZ sieht er sich nicht mehr, er würde gerne Trainer bleiben – deswegen war der Kontakt schon da.“ Den Rückzug von Daniel Bierofka bedauert Reisinger, wie er sagte, doch er stellte auch mit Nachdruck klar: „Er wurde nie in Frage gestellt, hat von uns die Möglichkeit bekommen, neben seiner Trainertätigkeit den Fußballlehrer zu machen – da frage ich mich, wo er fehlende Wertschätzung beklagt, tut mir leid. Das kann ich nicht nachvollziehen.“ 

Mit dem Neuen sind die Löwen jetzt nicht nur glücklich – sie haben auch große Pläne. Reisingers Schlusswort – eine echte Ansage. „Mir wär’s recht, wenn wir mit dem Herrn Köllner und seinem Team in den nächsten fünf Jahren ans Tor zur Ersten Liga klopfen.“ Sprach’s und entließ zehn im Herzen blaue Politiker zufrieden in die Nacht. 

Uli Kellner

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz

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