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Bei Vitus Eicher fing alles an.

Neue Details

Skandal-Abend begann mit Frust-Runde bei Eicher

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München - Die geschassten Löwen-Stars haben via Facebook ihre Reue gezeigt. Inzwischen werden immer mehr Details zu dem Abend bekannt, der alles auslöste.

Bekanntlich tut sich 1860-Coach Ricardo Moniz schwer damit, seinen Profis Freizeit zu gewähren. „Jeder Tag ohne Training ist ein verlorener Tag“, lautet das Motto des fußballbesessenen Niederländers, und inzwischen ahnt man auch, warum er die Herren Fußballer am liebsten im Blickfeld hat.

Seit der Strafversetzung einiger Löwen-Profis zur zweiten Mannschaft geraten immer mehr Details an die Öffentlichkeit, wie die Sünder Julian Weigl, Daniel Adlung, Yannick Stark und Vitus Eicher bei Eicher. Ein paar Bierchen gegen den Frust. Zu vorgerückter Stunde dann die Idee, dass es woanders noch spannender sein könnte. Ein Anruf bei der Taxizentrale – und schon befand sich das angeheiterte Löwen-Quartett auf dem Weg in eines der Vergnügungsviertel dieser Stadt – dem Vernehmen nach ohne Hemmungen, was das Absondern spöttischer Bemerkungen über ihren Verein angeht. Ihr Pech: Der Taxler war offensichtlich Löwen-Fan. Jedenfalls hielt er es für angebracht, den Arbeitgeber der vier Nachtschwärmer telefonisch zu alarmieren. Und was Sportchef Gerhard Poschner dann mit dieser Exklusivinfo anstellte, ist seit Montag jedem Fußballinteressierten im Lande bekannt.

Immerhin: Den freien Tag nutzte das abgestrafte Quartett sinnvoller. Vor dem U 21-Derby, bei dem „Vorglüh“-Gastgeber Eicher das Löwen-Tor hütete, gab es Reue in geballter Form – über soziale Netzwerke, das Fernsehen, den Verein. „Unser Verhalten war nicht in Ordnung“, schrieben die Partygänger auf tsv1860.de. Und weiter: „Dafür stehen wir jetzt natürlich gerade. Es war ein Fehler, den wir bereuen. Es ist uns aber auch ganz wichtig zu betonen, dass wir keinem bewusst schaden wollten.“

Besonders betroffen scheint Julian Weigl zu sein, der abgesetzte Juniorkapitän. „Ich möchte mich hiermit bei Euch für meinen Fehler entschuldigen“, schrieb der 18-Jährige bei Facebook und schüttete kübelweise Asche auf sein Haupt: „Ich wollte Euch niemals vergraulen oder irgendwem etwas Böses. Ich habe meinem Verein so viel zu verdanken und würde ihm nie schaden wollen. Ich weiß, dass es nicht richtig war und so etwas wird definitiv nicht mehr vorkommen.“

Auch Adlung scheint den Vorfall schnell aus der Welt schaffen zu wollen. Bei Sport1 gelobte er, „so schnell wie möglich“ den Weg zurück ins Profiteam zu suchen. Der optisch Auffälligste aus der Partybande sparte auch nicht mit Lob für den Trainer. Moniz habe Recht, dass er „rigoros seinen Stil durchzieht“. Alle stünden hinter ihm: „Er hat das Team bislang absolut positiv begleitet.“ Nur eben nicht in der Nacht zum Mittwoch. Aber jetzt gibt es ja Hoffnung, dass alle Beteiligten aus dieser peinlichen Affäre gelernt haben.

Uli Kellner

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