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Ola Kamara traf bei seinem ersten Spiel für die Löwen.

"Ich hätte noch mehr Tore machen können"

Kamara knipst schon

Belek - Magere Leistung, aber immerhin ein Tor des neuen Stürmers: Die Löwen haben sich beim Testspiel gegen Hoverla-Zakarpattya Uschhorod nicht mit Ruhm bekleckert. Aber der neue Stürmer hat schon geknipst.

Er kam, sah und knipste! Besser hätte der Einstand von Ola Kamara beim TSV 1860 kaum laufen können. Der neue Hoffnungsträger im Löwensturm glich beim 1:1 der Sechziger im letzten Trainingslager-Test gegen die Ukrainer von Howerla Uschhorod mit einem Linksschuss in der 57. Minute aus. 27 Minuten stand der Norweger da nach seiner Einwechslung auf dem Platz. Keine schlechte Auslöseverzögerung.

Gegen das Team von David Odonkor, Vorletzter der ersten ukrainischen Liga, waren die Löwen mit zwei Teams angetreten. Beginnen durften die Stammkräfte, nach einer halben Stunde ließ Trainer Alexander Schmidt die Reservisten ran. Und Kamara. Stand jetzt wird der 23-jährige Leih-Stürmer beim Schlüsselspiel gegen Lautern am 4. Februar für den gesperrten Benny Lauth auflaufen. Falls kein sogenannter „1a“-Stürmer mehr hinzukommt, um den sich Sportchef Florian Hinterberger weiterhin bemüht.

„Es hat Spaß gemacht“, sagte Kamara nach dem Schlusspfiff. „Ich hätte noch ein, zwei Tore mehr machen können. Aber das Ergebnis zählt erst in zwei Wochen, dann wird es ernst. Ich fühle mich jedenfalls besser als erwartet.“

Noch am Vormittag hatte Kamara um Verständnis für eine ein, bis zweiwöchige Eingewöhnungsphase geworben. „Körperlich gehts mir gut, ich bin fit“, meinte er. „Aber ich fühle mich ein wenig eingerostet. Was mit fehlt, ist die Matchpraxis.“ Nachvollziehbar. Schließlich hat Kamara sein letztes Pflichtspiel beim norwegischen Vizemeister Strömsgodset IF vor zwei Monaten bestritten.

Die Integration sollte dem U23-Nationalspieler leicht fallen. Er ist ein offener Typ, und kommende Woche kommt seine Freundin Sandra nach München nach. „Sie studiert Geschichte und Religionswissenschaften“, erzählt der Neu-Löwe. „Und sie wird ihre Bachelor-Arbeit in München schreiben.“

Sechs Wochen im Hotel hat Kamara einkalkuliert, dann soll eine passende Wohnung gefunden sein. Die ersten Tore will er bei der Einweihung schon auf dem Konto haben. Per Schnappschuss?

lk

Hier schnürt Ola Kamara zum ersten Mal seine Kickstiefel für die Löwen

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