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„Ein richtig guter Auftritt“: TSV 1860 macht kurzen Prozess mit Haching-Schreck Feuchtwangen

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Von: Uli Kellner

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Leichtes Spiel: 1860-Talent Milos Cocic erzielte zwei Treffer gegen die überforderten Feierabendkicker des Bezirksligisten TuS Feuchtwangen.
Leichtes Spiel: 1860-Talent Milos Cocic erzielte zwei Treffer gegen die überforderten Feierabendkicker des Bezirksligisten TuS Feuchtwangen. © Uli Wagner

8:0 und weiter im Totopokal: Löwen überfahren Feierabendkicker des TuS Feuchtwangen. Trainer Michael Köllner war nach dem Spiel hochzufrieden.

Feuchtwangen/München – Vielleicht war das in der Summe doch ein bisschen viel für die Feierabendkicker des TuS Feuchtwangen. Verstopfte Straßen, fast 2500 Zuschauer im idyllischen Heinz-Seidel-Stadion, dazu die Lobgesänge nach dem Haching-Coup im Ohr (5:3 n.E.) und die Worte des Trainers am Spieltag. „Es ist das Spiel unseres Lebens“, sagte TuS-Coach Daniel Pfeuffer vor dem Anpfiff im BFV-Livestream: „Keiner wird so ein Spiel noch einmal erleben.“ Extra motivieren müsse er jedenfalls keinen seiner Fußballer in der Kabine: „Wir haben nur eine Chance – und die müssen wir nutzen.“

TSV 1860: „Ein richtig guter Auftritt“ - Skenderovic trifft doppelt

Der Druck war alles zusammengenommen also deutlich größer als in der ersten Runde des Totopokals, in dem der Bezirksliga-Siebte aus Mittelfranken Sandro Wagners Regionalliga-Spitzenreiter aus dem Wettbewerb warf. An den Löwen, die die Tabelle eine Liga darüber anführen, biss sich der letzte überlebende Kreissieger dann jedoch die Zähne aus. Bereits nach 80 Sekunden hatte Marius Wörl für die konzentrierten Gäste aus München getroffen. Am Ende stand ein einseitiger, nie gefährdeter 8:0 (5:0)-Erfolg. Sie bleiben in der Erfolgsspur, die Drittliga-Seriensieger von Michael Köllner, der ja auch mal den Stolz Mittelfrankens trainiert hatte, den 1. FC Nürnberg. Seine Torschützen an einem entspannten Spätsommerabend: Meris Skendervic, Wörl, Milos Cocic (je 2) und Niklas Lang – hinzu kam ein Eigentor des TuS-Verteidigers Beck. „Ich glaube, das war ein richtig guter Auftritt“, sagte Köllner am BFV-Mikro: „So wie’s ausschaut, haben wir auch keine Verletzten. Von dem her sind wir zufrieden.“

So wie’s ausschaut, haben wir auch keine Verletzten. Von dem her sind wir zufrieden.

1860-Trainer Michael Köllner nach dem Kantersieg der Löwen über den TuS Feuchtwangen.

Als in der 60. Minute Fynn Lakenmacher, Köllners Überraschungsgast, den ramponierten Rasen betrat, war schon alles gelaufen. Die mit nur 14 Mann angereisten Gäste hatten kurzen Prozess gemacht mit den Bayern-Fans im TuS-Trikot. Angetrieben von den Rekonvaleszenten Marius Willsch (Kapitän) und Daniel Wein kannten die Löwen nur eine Richtung: nach vorne. Und beim Streben nach Toren zeigten sich die neongelb gekleideten Profis gnadenlos effektiv. Insbesondere Devin Sür auf der rechten Außenbahn sprühte vor Spielfreude. Ausgeprägten Torhunger bewies das frühere FCB-Talent Wörl (2., 46.) – und natürlich Skenderovic, der gefeierte Held vom Last-Minute-Sieg in der 3. Liga beim SC Verl. Bereits beim Erstrundensieg in Rödelmaier (7:0) hatte der Ex-Schweinfurter fünfmal getroffen. Gestern kam er kurz vor der Pause auf Touren – und erzielte noch zwei blitzsaubere Stürmertore, eins aus der Drehung (43.), eins per Kopf nach einer Ecke von Wein (56.).

Ein Ehrentreffer blieb den Amateuren verwehrt, dafür wurde es nicht zweistellig. Montag wird das Achtelfinale ausgelost. Köllner wünscht sich einen Gegner, „der nicht 400 km entfernt ist“. Vorher aber einen Sieg nebst Drittliga-Startrekord gegen Halle. (Uli Kellner)

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