Vitor Pereira hat einiges angeschoben, allerdings auch noch viel Arbeit vor sich.
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Vitor Pereira hat einiges angeschoben, allerdings auch noch viel Arbeit vor sich.

Die Gewinner und Verlierer

Adeus, Troia! Die tz-Bilanz zum Sechzig-Trainingslager

  • Ludwig Krammer
    vonLudwig Krammer
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München - Das Trainingslager der Löwen in Portugal ist mit einem Testspielsieg zu Ende gegangen. Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Die Gewinner und Verlierer von Troia,

Huub „die Null muss stehen“ Stevens hätte wohl seine Freude an diesen Löwen. Nach den beiden 3:0-Siegen aus der vergangenen Woche und dem 0:0 am Mittwoch gegen den portugiesischen Erstligisten Setúbal blieben die Löwen auch gestern beim letzten Test vor dem Auftakt gegen Fürth ohne Gegentor. 1:0 hieß es am Ende gegen den Zweitligisten CD Cova da Piedades, der eingewechselte Mugosa hatte in der 83. Spielminute per Drehschuss für den Treffer des Tages gesorgt. 

Allerdings war das Ergebnis das Positivste an diesem von zahllosen Abspielfehlern geprägten Match. 1860-Trainer Vitor Pereira wollte trotzdem kein negatives Fazit ziehen. „Wir haben kein Gegentor bekommen, das spricht für die Organisation“, meinte der Portugiese. „Die Spieler haben das System verstanden.“ Was ihm noch fehle, sei die Übersicht und Konsequenz im Angriffs­drittel. An den Laufwegen müsse noch gearbeitet werden, auch am Abschluss. „Immerhin haben wir uns Chancen herausgespielt.“

Die Rivalen: Stand jetzt sind noch vier Positionen in der Startelf offen. Im Tor fällt die Entscheidung nach dem Weggang von Vitus Eicher zwischen Jan Zimmermann und Stefan Ortega. Beide gaben sich im Trainingslager keine Blöße, Zimmermann hielt gegen Setúbal einen Elfmeter. In der defensiven Dreierkette dürfen sich Felix Uduokhai und nach den Eindrücken der letzten Tage auch Sebastian Boenisch als gesetzt fühlen. Kai Bülow und Jan Mauersberger streiten sich um den verbleibenden Platz, wobei der Relegationsheld aktuell die Nase ein wenig vorne haben dürfte.

Die Außenpositionen im Vierer-Mittelfeld sind einstweilen an Maxi Wittek (links) und voraussichtlich Marnon Busch vergeben. Die Bremer Leihgabe blüht unter Pereira auf, Konkurrent Filip Stoj­kovic brachte speziell nach vorne zu wenig Brauchbares. Die Position neben Romuald Lacazette auf der Doppelsechs wird entweder an Youngster Florian Neuhaus oder an Routinier Michael Liendl vergeben. Beide können das Spiel lesen und mit ihren technischen Fähigkeiten verlagern. Eine Tendenz dürfte sich kommende Woche abzeichnen. Klar ist die Sturmreihe: An Levent Aycicek (links) und Kapitän Stefan Aigner führt auf den Außen kein Weg vorbei, im Zentrum gibt es zu Ivica Olic keine Alternative. Sowohl Mugosa als auch Lucas Ribamar werden sich vorerst mit der Jokerrolle begnügen müssen.

Die Verlierer: Nico Karger wurde durch seine Sprunggelenks-Probleme aus der Bahn geworfen, Sascha Mölders setzte eine Schambeinentzündung außer Gefecht. Daniel Adlung konnte das letzte Testmatch nach überstandenen Rückenproblemen zwar mitmachen, muss sich aber hinten anstellen. Enttäuschend ist die Entwicklung bei Karim Matmour. Dem Ex-Gladbacher fehlt es an Durchsetzungsfähigkeit.

Die Neuen: Weder der Brasilianer Luiz Gustavo Tavarez noch der Norweger Vegard Forren, der erst einmal abgereist ist, sind bislang verpflichtet. Man habe noch keine Einigung erzielen können, hieß es aus dem Verein. Pereira wollte sich nicht näher zu den beiden äußern: „Ich spreche nur über unsere Spieler. Und es sind erst unsere Spieler, wenn sie unterschrieben haben.“

Sechzig siegt beim letzten Test in Troia - Bilder

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