In Köln kassierte der TSV 1860 die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen
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In Köln kassierte der TSV 1860 die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen.

33. Spieltag der 3. Liga

TSV 1860 muss Aufstieg wohl abhaken - Bei Viktoria Köln kassieren „Löwen“ nächsten Tiefschlag

  • Uli Kellner
    vonUli Kellner
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Der TSV 1860 muss das Aufstiegsrennen der Dritten Liga von nun an wohl als Zuschauer verfolgen. Bei Viktoria Köln gingen die „Löwen“ zum dritten Mal in den vergangenen vier Partien als Verlierer vom Platz.

  • Am 33. Spieltag der Dritten Liga führte es den TSV 1860 zum Auswärtsspiel bei Viktoria Köln.
  • Nach zwei Heimpleiten in Folge konnten die „Löwen“ diesmal auf fremdem Terrain nicht überzeugen.
  • Das Köllner-Team kassierte die nächste Pleite - und einen weiteren Rückschlag im Aufstiegskampf.
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Köln/München - Geht dem TSV 1860 im Saisonendspurt die Luft aus? Es sieht so aus, denn zum zweiten Mal in Folge blieben die Löwen torlos, kassierten beim 0:2 (0:0) bei Viktoria Köln die dritte Pleite im vierten Spiel und schafften es erneut nicht, dem obligatorischen 0:1-Rückstand (sechster in Folge) eine Aufholjagd folgen zu lassen. Fünf Spiele stehen noch aus, doch angesichts des Fünf-Punkte-Rückstands auf den Relegationsplatz (momentan Würzburg) und mit noch etlichen Brocken vor der Brust (u.a. drei bayerische Derbys), dürfte es schwer werden, sich noch einmal im Aufstiegskampf zurückzumelden. „Wir waren heute nicht gut genug“, haderte Trainer Michael Köllner: „Es war eine Blaupause der letzten Spiele. Wenn du kein Tor machst, wird’s eben schwer.“

TSV 1860: Schützenhilfe des Erzrivalen konnte nicht genutzt werden

Artig hatte sich Köllner am Montag bei Bayern II für die Schützenhilfe beim 3:2-Sieg in Mannheim bedankt („Find’ ich gut, wenn zwei Vereine zusammenhalten“). Am Dienstag jedoch waren die „Löwen“ auf sich alleine gestellt. Nichts anderes als ein Dreier zählte – auch wenn der 1860-Coach nichts von einem Endspiel wissen wollte und lediglich davon sprach, den „Deckel“ auf das Thema Klassenerhalt machen zu wollen.

Dieses Vorhaben ging die Köllner-Elf mit geballter Offensivpower an: Ende der Kurzarbeit hieß es für Sascha Mölders (nach Gelbsperre und Jokereinsatz wider Willen), ihm zur Seite standen in Stefan Lex und Prince Owusu gleich zwei torgefährliche Mitstreiter. Gar nicht 08/15 geriet auch die Besetzung der hinteren Reihen: Aaron Berzel erhielt eine Verschnaufpause, Quirin Moll stand erst gar nicht im 18er-Kader – die Chance für Kristian Böhnlein, sich zum zweiten Mal in Folge bei einem Auswärtsspiel im Westen zu beweisen (Ticker zum Nachlesen).

1860 München verliert bei Viktoria Köln: Auf eine „Löwen“-Untugend war Verlass

Ein Tor wie beim 2:1-Sieg in Düsseldorf gegen Uerdingen gelang Böhnlein nicht – wie sich die Löwen überhaupt schwertaten, gefährlich in den Kölner Strafraum vorzustoßen. Sie legten viel Leidenschaft in ihre Bemühungen, hatten die Feldüberlegenheit einer Heimmannschaft, allein: Das Tor, das wegen des Würzburger Ergebnisses (2:0 gegen den FCK) zwingend geboten war, es wollte nicht fallen. Lex zielte bei einem Fernschuss zu hoch (3.), Owusu verpasste artistisch ein Rieder-Zuspiel (15.). Eine dickere Chance hatte die Viktoria, als Wunderlich nach Holzweiler-Pass erst vom abtauchenden Marco Hiller gebremst wurde (32.). Fazit zur Pause: Eine intensive Partie, der (noch) die Zuspitzung fehlte.

Mit Leon Klassen für Böhnlein wollte Köllner eine Offensivschippe drauflegen, doch auf eine Untugend war Verlass. Sie fingen sich auch im sechsten Spiel der Corona-Wochen einen Rückstand ein. Gottschling zirkelte von rechts eine Flanke vors Tor, der alte Haudegen Bunjaku (im November wird er 37) hielt den Schlappen hin und schaute zufrieden zu, wie der Ball den Weg in den Winkel fand. Daniel Wein senkte den Kopf. Gegen das Schlitzohr Bunjaku einen Schritt zu spät zu kommen, ist allerdings schon ganz anderen Gegenspielern passiert. Für den Kosovaren war es bereits Saisontreffer Nr. 18.

Trotz Köllners Wechsel-Orgie erholten sich die Löwen nicht von diesem Wirkungstreffer. Holzweiler ließ per frechem Lupfer das 2:0 folgen – das war’s. Wohl auch für die weißblauen Aufstiegsträume.

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